Ärzte Zeitung online, 10.11.2010

Immer mehr Choleratote in Haiti

PORT-AU-PRINCE (dpa). Die Cholera in Haiti fordert nach Angaben der Regierung immer neue Opfer. Über 550 Menschen seien inzwischen an der Seuche gestorben, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag in Port-au-Prince mit.

8138 Patienten hätten sich seit dem Ausbruch am 19. Oktober infiziert. Sie seien behandelt und geheilt nach Hause entlassen worden. Allerdings würden jeden Tag neue Infizierte in die Behandlungszentren gebracht.   

Zur Verschärfung der Lage hatte am Wochenende auch der Hurrikan "Tomas" beigetragen, durch den nach Regierungsangaben 21 Menschen ums Leben kamen. Mehr als 48 000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, knapp 6600 wurden obdachlos.

Die durch den Wirbelsturm verursachten Überschwemmungen sind nach Meinung von Experten insbesondere für die Slums in den Städten eine Gefahr, da dort keine Toiletten und kein gereinigtes Wasser zur Verfügung stünden.

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