Ärzte Zeitung online, 16.11.2010

Zürich: Bewaffneter randaliert in Klinik

Mit einer Waffe in der Hand wollte ein Unbekannter am Montagabend Morphium aus einer Züricher Klinik erpressen. Die besonnene Reaktion des Personals hat schlimmeres verhindert - der Täter flüchtete unverrichteter Dinge. Nun fahndet die Polizei nach ihm.

ZÜRICH (eb). Es war gegen 19 Uhr am Montagabend: Ein bewaffneter Mann dringt in die Privatklinik Hirslanden in Zürich ein. Lautstark soll er das Personal bedroht und die Herausgabe von Morphium gefordert haben. Gegenüber dem "Tagesanzeiger" sagte ein Arzt, der Mann habe die Schwestern mit einem "waffenähnlichen Gegenstand" bedroht.

Doch die reagierten offenbar umsichtig: Sie hätten umgehend die Tür verschlossen, zitiert der Onlinedinest "20 Minuten" den Polizeisprecher Marco Cortesi.

Der Bewaffnete sei kurz darauf in ein anderes Zimmer verschwunden, das er verwüstet haben soll. Womöglich hat er auch dort nach Morphium gesucht. Doch auch dort ist er den Berichten zufolge nicht fündig geworden. Die Klinik soll er daraufhin verlassen haben.

Mit einem Großaufgebot hat die Polizei noch am Montagabend die 700 Zimmer der Klinik durchsucht, doch von dem Täter fehlt bislang jede Spur. Gegen 23 Uhr gab sie Entwarnung, der Klinikbetrieb konnte wieder normal weiterlaufen.

Am Dienstagmorgen startete die Züricher Stadtpolizei eine neue Fahndung, sie ist mit Spürhunden im Einsatz. Der Täter wird als groß und schlank beschrieben und soll eine Baseball-Mütze getragen haben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »

Stotter-Therapie im virtuellen Raum

Geschätzt über 800.000 Bundesbürger stottern. Viele von ihnen ziehen sich komplett zurück, weil sie Ablehnung fürchten. Ein Ausweg: Therapie-Methoden, bei denen man zunächst zu Hause sprechen übt – online. mehr »