Ärzte Zeitung online, 01.12.2010

Klirrende Kälte in der Nacht - vielerorts mehr Schnee

BERLIN (dpa). Vor Stürmen und starken Schneefällen in einigen Bundesländern wie Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern hatte die Unwetterzentrale der Meteomedia für Mittwochnacht gewarnt. Dort sollten teilweise bis zu 15 Zentimeter neuer Schnee fallen.

Davon war in der Nacht aber noch nichts zu spüren: Auf den Straßen blieb es relativ ruhig - es schien, als wollten die Menschen lieber im Warmen sein. Von Autounfällen wegen Glatteis konnten die Polizeibehörden deshalb nicht berichten. "Alles schläft", resümierten einige Polizeisprecher.

Dagegen war der Luftverkehr am Flughafen Frankfurt wieder stark behindert. "Es sind 39 Flüge aktuell für den Tag annulliert worden", sagte die Sprecherin vom Flughafenbetreiber Fraport, Waltraud Riehemann. Das seien 22 Landungen und 17 Starts. Wegen verspäteten ankommenden Fliegern könnten auch die Flugzeuge in Frankfurt nicht pünktlich raus.

Betroffen seien Reiseziele in ganz Europa, wie etwa Genf und London. "Der Winterdienst ist hier im 24-Stunden-Einsatz", sagte Riehemann. Bereits am Dienstag wurden am Frankfurter Flughafen 300 Flüge wegen Schnee und Glätte auf den Landebahnen gestrichen. Dadurch waren auch Fluggäste am Flughafen gestrandet. Für sie wurden 400 Feldbetten aufgestellt.

An den Berliner Flughäfen sollte der Luftverkehr hingegen normal laufen. "Mir liegen keine Meldungen vor, dass Flüge wegen Unwetter gestrichen werden heute", sagte eine Sprecherin am frühen Morgen.

Hessen wird nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) aber auch am Mittwoch wieder von Frost und Schneefällen heimgesucht. Teilweise sanken in der Nacht die Temperaturen auf bis zu minus 15 Grad.

Schneebedeckt und kalt soll es auch im Süden bleiben. Für Bayern und Baden-Württemberg war wieder besonders kalte Luft vorausgesagt worden. In der Nacht war es frostig. Aber auch in Nordrhein-Westfalen wurde es klirrend kalt, teilte der DWD mit. Temperaturen von bis zu minus 15 Grad in der Nacht und weitere Schneefälle den ganzen Tag über, so lautete die Prognose.

An der Ostsee gab es in der Nacht keine Anzeichen für Hochwasser oder Sturmfluten wie in den Tagen zuvor. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hatte am Dienstag Entwarnungen rausgegeben. "Zudem haben auch die starken Schneefälle wenig Einfluss auf den Wasserstand", sagte der Leiter des Wasserstandsdienstes beim BSH, Jürgen Holfort, am Mittwochmorgen. Am Tag würden aber wieder starke östliche Winde erwartet und diese könnten am Abend das Wasser an den Küsten wieder steigen lassen.

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