Ärzte Zeitung online, 09.12.2010

Essen statt Sex: Formel für glückliche Paare

BERLIN (dpa). Sex ist nicht alles: Für eine funktionierende Beziehung sind gemeinsam genossene Mahlzeiten mitunter wichtiger, meinen fast zwei Drittel aller Befragten in einer aktuellen Umfrage.

Essen statt Sex: Formel für glückliche Paare

Essen zusammen mit dem Partner ist wichtig für die Beziehung - manchmal sogar wichtiger als Sex, meinen viele.

© EastWest Imaging / fotolia.com

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hatte mehr als 1000 Menschen über 14 Jahre den Satz vorgelegt: "Gemeinsam das Essen genießen zu können ist für eine gute Partnerschaft manchmal wichtiger als Sex."

65 Prozent stimmten dem zu. Vor allem über 50-Jährige (75 Prozent) gaben leiblichen Genüssen unter Umständen den Vorrang vor fleischlichen Gelüsten.

Menschen mit Partner stimmten dem Satz in der repräsentativen Umfrage im Auftrag von "Brigitte Balance" ebenfalls häufiger zu (70 Prozent) als Singles (58 Prozent). Männern und Frauen lagen hier gleichauf.

Häufiger achten Frauen (39 Prozent) aber darauf, "was und wie viel" der Partner isst. Männer praktizieren diese Kalorienkontrolle nur zu 28 Prozent - sagen sie. Gleich viele Männer und Frauen - nämlich jeweils jede(r) Dritte - stimmten wiederum dem Satz zu: "Ich könnte nie mit einem Vegetarier zusammen sein."

Ältere über 50 und Befragte aus Ostdeutschland outeten sich häufiger als Feinde der fleischlosen Ernährung. Insgesamt 42 Prozent meinten: "Die ganze Diskussion um gesunde Ernährung ist übertrieben und geht mir auf die Nerven."

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Beginnt die MS im Dünndarm?

Im Dünndarm werden wohl "Schläfer-T-Zellen" aktiviert, die eine MS triggern. Jetzt sind Forscher auf der Suche nach dem Auslöser – und haben Keime im Verdacht. mehr »

Wie die Neurologie von der Flüchtlingskrise profitiert

Migranten sind für Europa eine Herausforderung, doch sie bringen auch neue Erkenntnisse: Mediziner können durch Zuwanderer erforschen, wie Gene und Umwelt mit neurologischen Krankheiten zusammenhängen. mehr »

Hausbesuche bringen wohl mehr Honorar

Beim GKV-Spitzenverband gilt als ausgemacht, dass die Ärzte für eine Ausweitung der Mindestsprechzeiten nur sparsam honoriert werden sollen. Das Honorarsystem soll keine Gelddruckmaschine für Ärzte sein. Eine Ausnahme könnte es geben: Hausbesuche. mehr »