Ärzte Zeitung, 12.12.2010
 

Solidaritätsaktion für verunglückten "Wetten dass"-Kandidaten

Der bei der "Wetten, dass?"-Show schwer verletzte Samuel Koch war seit vielen Jahren aktiver Turner. Nun bekommt er Unterstützung von seinen Kameraden: Der Turnclub Deutschland hat zu einer Spendenaktion aufgerufen.

Solidaritätsaktion für verunglückten "Wetten dass"-Kandidaten

Samuel Koch beim ersten Sprung in der Sendung: Der Turnclub ruft nun zu Spenden für ihn auf.

© dpa

BERLIN/BERGISCH GLADBACH (dpa). Der Turnclub Deutschland hat zu einer Spendenaktion für den bei der "Wetten, dass?"-Show am 4. Dezember verunglückten Samuel Koch aufgerufen.

Der bundesweit agierende gemeinnützige Verein mit Sitz in Bergisch Gladbach fördert nicht nur das leistungssportliche Nachwuchsturnen, sondern unterstützt auch Aktive, die gesundheitlich oder sozial in Notlage geraten sind.

Mit der Einrichtung eines Spendenkontos für den schwerverletzten Bundesliga-Turner Samuel Koch, der am Samstag von Düsseldorf in eine Schweizer Reha-Klinik gebracht wurde, will der Club Vorsorge treffen für finanzielle Belastungen während der Zeit der Genesung, für Reha-Maßnahmen und eine Berufsausbildung.

Turnclub-Präsidiumsmitglied Andrea Götze erinnerte an den vor sechs Jahren verunglückten und danach querschnittsgelähmten Cottbuser Auswahlturner Ronny Ziesmer (31), der sich mit Hilfe einer großen Spendenaktion trotz Bindung an den Rollstuhl wieder ein relativ normales Leben einrichten konnte.

Der 23-jährige Samuel Koch war seit vielen Jahren Turner, gehörte dem Verein Markgräfler-Hochrhein-Turngau im Badischen an.

"Wir hoffen, dass sich möglichst viele aus der großen Turnerfamilie und vielleicht auch Fernsehzuschauer von ,Wetten, dass?‘, die den tragischen Unfall am Bildschirm miterlebten, solidarisch zeigen", so Götze.

Lesen Sie dazu auch:
"Wetten dass"-Unfall: Keine Angst vor Erster Hilfe bei Wirbelsäulen-Trauma

Topics
Schlagworte
Panorama (31098)
[13.12.2010, 09:49:06]
Frank Ulrich 
den Ball etwas flacher halten
...denn der junge Mann hat sich freiwillig an einem sehr spektakulärem "Wettspiel" mit hohem Risiko beteiligt. Da dieses Spiel nicht zu den normalen Sportarten zuzuordnen ist, liegt die Vermutung doch sehr nahe, dass er es aus reiner Sensationslust tat.
Wer so handelt sollte nun nicht erwarten, dass andere die daraus entstehenden Kosten übernehmen, er hätte eine Risikoversicherung abschließen sollen. Dieser Vorgang ist nicht vergleichbar mit echten Sportunfällen, die ja in der Regel auch versichert sind. Schlimmer sieht es aus, wenn Menschen durch äußere, nicht selbst verschuldete Unfälle behandelt werden müssen, nur erfährt davon die Öffentlichkeit kaum etwas.
Sicher ist der Unfall tragisch für die ganze Familie, aber deshalb muss die Bundesrepublik nicht für die Folgen aufkommen. Das ZDF sollte künftig prüfen, ob "Wetten" nicht die Gesundheit der Wettteilnehmer und/oder anderer Personen gefährden kann. Den beiden Moderatoren der Sendung trifft ebenfalls keine Schuld am Unfall. Man sollte den "Medienrummel" um diesen Vorgang nicht allzu sehr übertreiben.
F. Ulrich zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Ebola-Überlebende auch 40 Jahre später noch immun

Eine Forscherin machte sich auf die Suche nach den Überlebenden des ersten Ebola-Ausbruchs – und verspricht sich davon wichtige Erkenntnisse. mehr »

Inhalatives Steroid bei Kindern – Keine falsche Zurückhaltung!

Die Angst vor Frakturen sollte bei asthmakranken Kindern kein Grund gegen die Kortisoninhalation sein. Zurückhaltung könnte sogar den gegenteiligen Effekt haben. mehr »

Ibuprofen plus Paracetamol so effektiv wie Opioide

Es müssen keine Opioide sein: OTC-Analgetika wirken bei Schmerzen in den Gliedmaßen ähnlich gut wie Opioide, so eine US-Studie. mehr »