Ärzte Zeitung online, 20.12.2010

Mindestens 28 Tote bei Pipeline-Explosion in Mexiko

MEXIKO-STADT (dpa). Bei der Explosion einer Öl-Pipeline sind am Sonntag in Zentral-Mexiko mindestens 28 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 50 wurden teils schwer verletzt. Die heftige Detonation wurde möglicherweise durch illegales Abzapfen von Öl ausgelöst.

Mindestens 27 Tote bei Pipeline-Explosion in Mexiko

Menschen bringen sich nach der Explosion einer Pipeline in Zentral-Mexiko in Sicherheit.

© dpa

Bei dem Unglück in der Stadt San Martín Texmelucan, rund 100 Kilometer östlich von Mexiko-Stadt wurden am Sonntag nach Angaben lokaler Medien zudem 32 Häuser ganz und 83 teilweise zerstört. Fernsehbilder zeigten nach dem Unglück verbrannte Autos und Bäume.

Die Pipeline wird von der staatlichen Gesellschaft Petróleos Mexicanos (Pemex) betrieben. Der mexikanische Präsident Felipe Calderón besuchte am Abend den Unglücksort.

Das Militär sperrte den Unglücksort hermetisch ab. Viele Familien wurden in Sicherheit gebracht und müssen vorläufig in Notunterkünften wohnen. Nach Angaben des Zivilschutzes explodierte die Pipeline am frühen Morgen gegen 5.30 Uhr (Ortszeit), nachdem zuvor ein Druckabfall in der Leitung registriert worden war.

Obwohl die entsprechenden Ventile sofort geschlossen hätten, sei dem Notfallzentrum von Pemex eine Explosion gemeldet worden. Das Öl ergoss sich auf die Straßen und entzündete sich. Anwohner berichteten von "Flüssen von Feuer". Unter den Opfern sind mehrere Jugendliche und eine komplette Familie, die nach den Medienberichten von der Explosion im Schlaf überrascht worden sei.

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