Ärzte Zeitung online, 23.12.2010

Nachbeben in Mainz und Wiesbaden schreckt Menschen erneut auf

WIESBADEN/MAINZ (dpa). Ein leichtes Nachbeben hat am Donnerstagmorgen erneut für Verwirrung unter den Bewohnern von Mainz und Wiesbaden gesorgt. "Es gab einige besorgte Anrufer", teilte ein Sprecher der Polizei in Wiesbaden mit.

"Das war auch kein Wunder: Es hat ganz schön gerumpelt." Laut Informationen des rheinland-pfälzischen Erdbebendienstes ereignete sich das Beben um exakt 06.52 Uhr und dauerte einige Sekunden. Es hatte eine Stärke von 2,8. Über Schäden oder gar Verletzte war zunächst nichts bekannt.

Bereits in der Nacht zuvor hatte die Erde in den beiden Landeshauptstädten kräftig gewackelt. Während Hessens Landesamt für Geologie den Wert 3,2 nannte, meldeten die Kollegen in Rheinland-Pfalz eine Bebenstärke von 3,5. "Dieser Wert kommt hier nur selten vor", sagte Geologierat Bernd Schmidt vom Erdbebendienst in Mainz. Nach seinen Worten war das erste Beben rund um Mainz etwa eine Minute lang zu spüren. Das Epizentrum lag vorläufigen Berechnungen zufolge im Stadtteil Finthen.

In der Nacht hatten die Polizeidienststellen in Wiesbaden und Mainz insgesamt rund 50 Anrufe entgegengenommen. "Die Bürger haben besorgt nach Informationen gefragt", so ein Sprecher der Polizei in Wiesbaden. Verletzte oder größere Schäden hatte es auch in der Nacht nicht gegeben. "Lediglich ein Car-Port wurde beschädigt", so der Beamte. "Aber durch die Eislast auf seinem Dach war der sowieso schon ziemlich mitgenommen."

Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie mit Erdbebenaufzeichnungen der Region

Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz mit Aufzeichnungen von Erdbeben in der Region

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