Ärzte Zeitung online, 27.12.2010

Möglicher Giftanschlag auf russische Dissidenten in Berlin

BERLIN (dpa). Die Berliner Staatsanwaltschaft untersucht, ob ein russisches Dissidentenehepaar gezielt mit Quecksilber vergiftet worden ist. In dem Fall seien Ermittlungen wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung durch Vergiftung eingeleitet worden, teilte eine Sprecherin am Montag mit.

Einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" zufolge hatten Ärzte der Berliner Charité Anfang November sehr hohe Quecksilberwerte im Blut des Ehepaares nachgewiesen. Bei einer Vergiftung mit dem toxischen Schwermetall kann es unter anderem zu Nierenschäden, Sprach- und Sensibilitätsstörungen kommen.

Die Ermittlungen werden in einem Fachreferat für Straftaten mit politischem Hintergrund geführt. Laut "Focus" gelten die russischen Journalisten seit Jahren als scharfe Kritiker der Moskauer Regierung.

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