Ärzte Zeitung online, 29.12.2010
 

Physiotherapie letzte Hofffnung für querschnittsgelähmtes Tigerbaby im Zoo

HALLE (dpa). Das zwei Monate alte Tigerbaby Ranga aus dem Zoo in Halle ist querschnittsgelähmt. Das Raubtier erhält täglich eine Physiotherapie - falls sie ohne Erfolg bleibt, muss das Tier eingeschläfert werden.

Physiotherapie letzte Hofffnung für querschnittsgelähmtes Tigerbaby im Zoo

Das querschnittsgelähmte Tigerbaby Ranga im Zoo Halle.

© dpa

"Ein Tiger ist kein Haustier. Er wird 20, 30, 40 Kilogramm schwer und wäre dann eine Gefährdung für die Pfleger", sagte Zoo-Veterinär Jens Thielebein am Dienstag und bestätigte damit einen Bericht der "Mitteldeutschen Zeitung".

Ranga kam gesund zur Welt und war vor einigen Tagen plötzlich an beiden Hinterläufen gelähmt. Möglicherweise habe Mutter Cindy ihre Tochter unabsichtlich am Rückenmark verletzt, sagte Thielebein.

Tierpflegerinnen üben nun täglich mit ihrem noch fünfeinhalb Kilogramm leichten Schützling. Sie massieren und dehnen die beiden tauben Hinterbeine. "Wir hoffen sehr, dass wir es in den kommenden Wochen schaffen, Ranga zu heilen. Kleine Fortschritte sind zu sehen", sagte der Tierarzt.

Ranga ist ein Malaysischer Tiger. Diese Raubkatzen-Art gebe es in europäischen Zoos nur sehr selten, sagte Thielebein. Der Zoo in Halle sei der einzige in Europa, der sie züchte.

Topics
Schlagworte
Panorama (31096)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Inhalatives Steroid bei Kindern – Keine falsche Zurückhaltung!

Die Angst vor Frakturen sollte bei asthmakranken Kindern kein Grund gegen die Kortisoninhalation sein. Zurückhaltung könnte sogar den gegenteiligen Effekt haben. mehr »

Ibuprofen plus Paracetamol so effektiv wie Opioide

Es müssen keine Opioide sein: OTC-Analgetika wirken bei Schmerzen in den Gliedmaßen ähnlich gut wie Opioide, so eine US-Studie. mehr »

Steigender Drogenkonsum bereitet Sorgen

Der Cannabiskonsum wird unter Jugendlichen langsam aber stetig populärer. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung fordert einen massiven Ausbau der Präventionsangebote. mehr »