Ärzte Zeitung online, 29.12.2010

NRW startet Wettbewerb zu innovativen Projekten in der Gesundheitsversorgung

KÖLN (iss). Mit einem Wettbewerb will das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium innovative Projekte in der Gesundheitsversorgung fördern. Im Mittelpunkt stehen dabei Innovations- und Kommunikationstechnologien sowie die Geschlechtergerechtigkeit. Insgesamt stehen Fördermittel in Höhe von 17 Millionen Euro zur Verfügung.

NRW startet Wettbewerb zu innovativen Projekten in der Gesundheitsversorgung

Nordrhein-Westfalen hat den Wettbewerb "IuK & Gender Med.NRW" ausgerufen.

© vege / fotolia.com

Der Wettbewerb "IuK & Gender Med.NRW" habe eine doppelte Zielsetzung, sagt Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne). "Kleine und mittelständische Unternehmen in der Entwicklung innovativer zukunftsweisender Geschäftsideen zu fördern und gleichzeitig die Qualität der Gesundheitsversorgung geschlechtergerecht zu verbessern."

Bei den Informations- und Kommunikationstechnologien seien drei Fragen entscheidend, so die Ministerin:

  • Was brauchen die Patienten für eine bessere medizinische Versorgung?
  • Wie effektiv und einfach können Ärzte, Pfleger und andere Berufsgruppen mit der neuen Technik umgehen?
  • Wie sicher ist die Kommunikation sensibler Daten und wie wirksam das Recht auf informationelle Selbstbestimmung?

Der Wettbewerb sieht mehrere vorrangige Handlungsfelder für den Einsatz moderner Technologien. Das sind die Entwicklung von Präventionsangeboten für besondere Risikogruppen, die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte und andere Gesundheitsfachberufe, die Verbesserung der Integrierten Versorgung und der elektronischen Patientenakten, die Unterstützung der hausärztlichen Primärversorgung und Unterstützungsangebote für das häusliche Umfeld.

Projekte, die auf ein geschlechtergerechteres Gesundheitswesen zielen, sollen sowohl die Patienten als auch die Beschäftigten in Gesundheitsberufen in den Blick nehmen. Gefördert werden insbesondere Konzepte zur Personal- und Organisationsentwicklung in Kliniken und anderen Einrichtungen und Ansätze für eine geschlechtergerechte Diagnostik, Therapie und Prävention.

Interessierte Ärzte, Unternehmen oder Einrichtungen des Gesundheitswesens können bis zum 31. März 2011 Projektskizzen einreichen. Eine achtköpfige Jury unter Leitung von Professor Matthias Schrappe wird die Bewerbungen begutachten.

www.mgepa.nrw.de.

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