Ärzte Zeitung online, 03.01.2011

2011 - das Jahr der Wälder ruft Unweltschützer auf den Plan

BERLIN (dpa). Fast ein Drittel der Fläche Deutschlands ist Wald - er soll durch das von den Vereinten Nationen weltweit ausgerufene Jahr der Wälder besonders geschützt werden. Bundespräsident Christian Wulff hat die Schirmherrschaft übernommen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) forderte jetzt, mindestens fünf Prozent der deutschen Waldfläche aus der Nutzung zu nehmen und als künftigen Urwald unter Schutz zu stellen.

2011 - das Jahr der Wälder ruft Unweltschützer auf den Plan

2011 - das Jahr der Wälder weltweit.

© Nik Frey / fotolia.com

"Der Wald ist nicht primär ein Wirtschaftsgut für die Holzindustrie, er ist vor allem ein Refugium für viele seltene Pflanzen und Tiere, darunter bedrohte Arten wie Luchs, Wildkatze, Rauhfußkauz und Grauspecht", erklärte der Verband. "Die Vernichtung der Wälder trägt weltweit ebenso viel zum Klimawandel bei wie die CO2-Emissionen aller Autos, Flugzeuge und Schiffe."

In Deutschland ist die Waldfläche in der Vergangenheit zwar ständig gewachsen - innerhalb von 50 Jahren um eine Million Hektar auf rund elf Millionen Hektar. Allerdings sind viele Bäume geschädigt. So weist laut BUND inzwischen jede zweite Buche Schäden auf. Hauptursache seien Emissionen aus dem Verkehr und der Landwirtschaft.

Nach Angaben des Agrarministeriums speichern die deutschen Wälder über 1,2 Milliarden Tonnen Kohlenstoff. Die Holzvorräte seien mit 3,4 Milliarden Kubikmeter mittlerweile die größten Europas, hieß es.

Die UN-Vollversammlung hatte vor vier Jahren 2011 zum Internationalen Jahr der Wälder ausgerufen. Ziel ist es, das Bewusstsein für die nachhaltige Entwicklung des Waldes zu fördern und besonders seinen Beitrag im Kampf gegen die Armut hervorzuheben. In Deutschland hat das Agrarministerium die Federführung für die nationalen Aktivitäten übernommen.

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