Ärzte Zeitung online, 04.01.2011

Dioxin im Tierfutter: NRW-Minister fordert Konsequenzen

KÖLN (dpa). Der nordrhein-westfälische Verbraucherschutzminister Johannes Remmel (Grüne) hat Konsequenzen für die Verantwortlichen der Dioxinverseuchung gefordert.

"Das ist schon ein Skandal, und hier muss es jetzt auch die Diskussion über politische Konsequenzen geben", sagte er am Dienstag im ARD-Morgenmagazin. "Das heißt, dass wir zumindest über einen Teil der Kette reden müssen, ob die Kontrollen ausreichend sind."

Die Schließung weiterer Betriebe sei möglich. Zu den Risiken für die Verbraucher sagte Remmel: "Wir haben, glaube ich, keine akute Gefährdung, aber Dioxin gehört einfach nicht in die Nahrung. Es gibt ja auch nicht umsonst die Grenzwerte. Dioxin ist gesundheitsgefährdend und kann Krebs auslösen."

Ein Produzent aus Schleswig-Holstein hatte eine dioxinbelastete Mischfettsäure zur Futtermittelherstellung verwendet. Damit wurden auch Höfe in Nordrhein-Westfalen beliefert.

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