Ärzte Zeitung, 07.02.2011

Playmobilklinik lässt nicht nur Kinderherzen höher schlagen

In Rostock steht ein riesengroßes Krankenhaus, das auch ein Besuchermagnet für Kindergärten und Schulen ist. 130 Kunststoff-Figuren helfen, Kindern, aber auch Auszubildenden, den komplexen Klinikbetrieb zu erklären.

Von Dirk Schnack

Playmobilklinik lässt nicht nur Kinderherzen höher schlagen

Dr. Gernot Rücker zeigt Deutschlands größtes Playmobil-Krankenhaus im Uniklinikum Rostock.

© di

ROSTOCK. Deutschlands größtes Playmobil-Krankenhaus ist nicht nur ein Besuchermagnet für Kinder. Auch Berufsanfängern werden damit die komplexen Abläufe des Klinikbetriebes transparent gemacht.

Auf sechs Stockwerken gibt es in dem Rostocker Krankenhaus alles, was eine moderne Klinik auszeichnet: Von der kompletten Intensivstation über OP-Säle bis zum CT. Auch Labor, Pathologie und Psychiatrie sind vorhanden, obwohl nur zwei Monate Bauzeit bis zur Inbetriebnahme des Hauses benötigt wurden.

Möglich ist dies nur in einem Modell, in diesem Fall aus Playmobil. Was in Deutschlands Kinderzimmern seit Jahrzehnten in verschiedenen Spielwelten von den Wikingern bis zur Raumfahrtstation steht, gibt es jetzt auch im Universitätsklinikum Rostock.

Dort steht Deutschlands größtes Playmobil-Krankenhaus und sorgt nicht nur bei Kindern für große Augen. Das Spielzeugkrankenhaus bildet den gesamten Betrieb einer Klinik ab, um Schülern, Auszubildenden und Kindern die Komplexität eines Krankenhausbetriebs und der Patientenversorgung zu veranschaulichen.

Angeschafft wurde das Modell vom RoSaNa (Rostocker Simulationsanlage und Notfallausbildungszentrum), das der Uniklinik damit zahlreiche junge Besucher beschert.

"Damit ist unser Haus zunehmend auch Besuchermagnet für Kindergärten und Schulen, die hier spielerisch auf medizinische Entdeckungstour gehen können. Ein großes Krankenhaus stellt einen hochkomplexen Betrieb dar. Wir erhoffen uns von unserem Minikrankenhaus, dass kleinen Patienten die Angst vor der Klinik genommen wird", sagt Oberarzt Dr. Gernot Rücker, Leiter von RoSaNa.

Seine Mitarbeiter bauten das Playmobil-Krankenhaus aus mehreren tausend Einzelteilen zusammen und bestückten es mit über 130 Figuren. Insgesamt sind in der Spielzeugwelt zwei Dutzend Themenbereiche abgebildet, darunter ein Hubschrauber mit Landeplatz, aber auch Details wie Kiosk, Telefonzentrale oder Patientenauskunft sind zu sehen.

Rückert hofft, dass die Miniklinik dazu beitragen kann, Schülern und künftigen Auszubildenden Einblicke in den Klinikalltag und in die unterschiedlichen Berufsangebote zu erleichtern.

Außerdem kann das Modell, das im Simulationszentrum des Uniklinikums für Lehrgänge bereitsteht, auch bei Anfängern verschiedener Berufsgruppen wie etwa Rettungsdienstpersonal eingesetzt werden, um die Abläufe im Krankenhaus transparenter zu machen.

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