Ärzte Zeitung online, 07.02.2011

Neue Spekulationen um deutsches Klinik-Exil für Mubarak

Die Spekulationen um ein mögliches deutsches "Exil" für den ägyptischen Staatspräsidenten Husni Mubarak gehen weiter. Die Bundesregierung dementierte am Montag, dass es Anfragen gegeben habe. Unterdessen gibt es neue Berichte, wonach bereits mit einer Luxusklinik im Südwesten verhandelt wird.

Neue Spekulationen um deutsches Klinik-Exil für Mubarak

Schlosshotel Bühlerhöhe: Spekulationen über einen möglichen Aufenthalt von Husni Mubarak.

© Peter Sandbiller / imago

NEU-ISENBURG (eb). Während in Ägypten weiter für die Ablösung von Staatspräsident Husni Mubarak demonstriert wird, brodelt hierzulande die Gerüchteküche.

Am Wochenende wurden Überlegungen bekannt, Mubarak könnte zu einem längeren Gesundheitscheck in die Bundesrepublik reisen und so den Weg für einen Übergang an der Spitze des Landes freimachen.

Zunächst wurde die Uniklinik Heidelberg als mögliches Ziel genannt. Der ägyptische Staatspräsident hielt sich dort bereits vor knapp einem Jahr zu einem chirurgischen Eingriff auf.

Nun berichtet "Spiegel Online" von Verhandlungen mit der privaten "Max Grundig Klinik Bühlerhöhe" in Bühl bei Baden-Baden.

Die Überlegungen für einen möglichen Krankenhausaufenthalt seien "schon viel konkreter als bisher angenommen", heißt es in dem Bericht.

Derzeit würden "Sondierungsgespräche" mit verschiedenen Kliniken geführt. Wer die Gespräche führt, ist dem Bericht nicht zu entnehmen.

Die Klinik in Bühl sei dabei der Favorit, schreibt der Online-Dienst unter Berufung auf das Umfeld der Klinik.

Einen Kommentar seitens der Klinik gab es am Montag zunächst nicht. Die Website der Klinik war aufgrund zahlreicher Zugriffe nicht erreichbar.

Die Bundesregierung dementierte am Montag, dass es Anfragen zu einem Aufenthalt Mubaraks in der Bundesrepublik gegeben hat.

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte: "Es gibt weder offiziell noch inoffiziell Anfragen einen solchen Aufenthalt betreffend. Deshalb gibt es keinen Grund für die Bundesregierung, sich mit dieser Frage hypothetisch zu befassen."

Lesen Sie dazu auch:
Ärzte im Schichtdienst auf dem Tahrir-Platz in Kairo

Topics
Schlagworte
Panorama (32851)
Organisationen
Spiegel (1116)
Personen
Steffen Seibert (34)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Ein Gelähmter kann wieder gehen

Obwohl er querschnittsgelähmt ist, konnte ein Mann wieder einige Schritte gehen - dank der elektrischen Rückenmark-Stimulation. Von Heilung wollen die Ärzte aber nicht sprechen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Das ist bei einer Datenpanne zu tun

Bei einem Datenleck in der Praxis sind Inhaber nach der Datenschutzgrundverordnung verpflichtet, dies zu melden. Wem und wie, das erläutern Medizinrechtler. mehr »