Ärzte Zeitung online, 11.02.2011

Ausbruch von MKS in Nordkorea

SEOUL (dpa). In Nordkorea sind nach Medienberichten Tausende von Nutztieren an der Maul- und Klauenseuche (MKS) verendet.

Die staatlichen Medien berichteten am Donnerstagabend, dass die hochansteckende Viruserkrankung bereits Ende des vergangenen Jahres in der Hauptstadt Pjöngjang ausgebrochen sei. Seitdem sei die Seuche auch auf andere Landesteile übergegriffen.

Besonders stark seien neben Pjöngjang die Provinzen Nord-Hwanghae und Kangwon betroffen.

"In Kooperativen, Milchbetrieben und Schweinefarmen in diesen Regionen sind rund 10.000 Rinder, Milchkühe und Schweine betroffen und Tausende von anderen sind verendet", hieß es. Im ganzen Land gälten Quarantänebestimmungen für den Notfall.

Zuvor hatten südkoreanische Medien bereits unter Berufung auf Radio Free Asia berichtet, dass Nordkorea die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) von dem Ausbruch der Seuche informiert habe.

In Südkorea wurde befürchtet, dass sich durch die Seuche die Ernährungssituation in Nordkorea weiter verschlechtern könnte.

Das hochgerüstete, aber industriell heruntergewirtschaftete Land ist seit Jahren von einer chronischen Nahrungsmittelknappheit betroffen. Vor vier Jahren hatte Südkorea bei einem Ausbruch von MKS in Nordkorea Fachleute und Arzneimittel geliefert.

Auch in Südkorea kämpfen die zuständigen Behörden seit Monaten gegen die weitere Ausbreitung von MKS. Es sei unklar, ob sich die Seuche vom Süden auf den Norden ausgebreitet habe, berichtete die nationale südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.

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