Ärzte Zeitung online, 20.02.2011

Afghanistan: Verletzte Soldaten werden nach Deutschland geflogen

BERLIN/KABUL (dpa). Nach dem Angriff auf die Bundeswehr in der afghanischen Unruheprovinz Baghlan werden am 20. Februar zwei schwer verletzte deutsche Soldaten in die Heimat geflogen. Zusammen mit den anderen Verwundeten werden sie mit einem Lazarett-Airbus der Luftwaffe nach Deutschland gebracht.

Die verletzten Soldaten sollen wahrscheinlich in das Bundeswehrkrankenhaus nach Koblenz gebracht werden. Denkbar sei aber auch das Krankenhaus in Ulm, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos.

Zwei der verletzten Soldaten sind noch in einem kritischen, aber stabilen Zustand. Der MedEvac-Airbus der Luftwaffe ist als fliegende Intensivstation auch für den Transport von Schwerstverletzten ausgestattet.

Die drei Soldaten, die am Freitag bei der Schießerei in dem Feldlager getötet wurden, werden nach Angaben der Bundeswehr am 21. Februar nach Deutschland gebracht. Am selben Tag soll eine Trauerfeier im Einsatzgebiet stattfinden, wahrscheinlich im Hauptquartier in Masar-i-Scharif.

Bei dem schlimmsten Angriff auf die Bundeswehr in Afghanistan seit fast einem Jahr hatte am 18. Februar ein Soldat der afghanischen Nationalarmee in dem deutschen Feldlager um sich geschossen. Nur wenige Stunden später wurden beim Beschuss einer deutschen Patrouille in der Nähe von Kundus vier weitere Bundeswehrsoldaten leicht verletzt.

Drei von ihnen sollen nun doch - anders als zunächst geplant - in Afghanistan bleiben, ein vierter kehre am Sonntag zusammen mit den anderen Verwundeten heim, sagte der Sprecher.

Mitteilung der Bundeswehr

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