Ärzte Zeitung online, 23.02.2011

WADA-Chef: Dopingmittel rentabler als Drogenhandel

BUDAPEST (dpa). Der Handel mit Dopingmitteln ist nach Einschätzung von David Howman, dem Generaldirektor der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), heute bereits viel rentabler und sicherer als Geschäfte mit Heroin.

"Das große Problem heute ist, dass die Kriminalität mehr Geld mit dem Handel von Steroiden als mit Heroin macht", sagte Howman der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag in Budapest.

"Es ist leicht, es ist in vielen Ländern legal, und du kannst mehr Geld machen", erklärte Howman, der in der ungarischen Hauptstadt am EU-Sportforum 2011 teilnimmt.

"Für einen Dollar kannst du hunderte Dollar machen. Diese Drogen verkaufen sich nicht nur an Sportler, sie verkaufen sich in den Schulen, an unsere Sicherheitskräfte."

Howman: "Und ohne Gesundheitskontrolle, was eine Vorstellung verschafft von dem öffentlichen Gesundheitsproblem, dem wir gegenüberstehen."

Der WADA-Chef glaubt, dass eine erfolgreiche Antidoping-Strategie schon bei der Erziehung ansetzen muss, "damit die Kinder nicht in dem Glauben aufwachsen, der einzige Weg zum Erfolg ist das Doping".

Um effektiv gegen Doping-Betrüger im Hochleistungssport zu kämpfen, müsse man "auch die Polizei und den Zoll einsetzen".

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[24.02.2011, 15:20:30]
Dr. Horst Grünwoldt 
WADA-Aktivitäten
Das Welt-Anti-Doping-Unternehmen WADA beklagt einmal mehr den illegalen Handel mit Arzneimitteln, stellt aber selbst unzulässig die gesamte Sportwelt und jeden einzelnen Champion unter Generalverdacht des unerlaubten Drogenkonsums. Dabei unterwirft sie nach ihrem eigenen Verbands-Bestimmungen die Athleten unzumutbaren Kontrollen, die die Persönlichkeitsrechte jedes Einzelnen zutiefst verletzen. Sie behauptet dabei sogar noch zynisch über den deutschen Vertreter der NADA, Vesper, daß die Sportler sich den (unwürdigen und schikanösen) Kontrollen ja "freiwillig" unterwerfen würden! Letztlich kann doch der sog. "Anti-Doping- Kampf" nur durch ärztliche Aufklärung über die gesundheitlichen Risiken und den Unsinn der experimentellen Leistungssteigerung durch Medikamente oder überalterte Eigen-Blutkonserven am gesunden, austrainierten Organismus geführt werden. Die krakenhaften Aktivitäten der WADA und ihrer nationalen Unterorganisationen sollten sich darauf beschränken, mit Hilfe der Sportler den strafbewehrten Vollzug des AMG, durch die zuständigen Behörden gegen die illegalen Drogenhändler, einzuleiten. Dr. med.vet. Horst Grünwoldt aus Rostock zum Beitrag »

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