Ärzte Zeitung online, 04.03.2011

Ärztin erstochen: Weilheimer Täter gesteht

WEILHEIM (dpa). Ein früherer Patient des Weilheimer Klinikums hat gestanden, seine Ärztin erstochen zu haben. Bei seiner Vernehmung sagte der 65-Jährige, er habe sich von der Medizinerin falsch behandelt gefühlt und daher beschlossen, die 47-Jährige zu töten.

Er war wenige Tage vor der Tat mit Unterleibsschmerzen in das Krankenhaus aufgenommen und von der Ärztin untersucht worden, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim am Freitag mitteilte. Ob die Medizinerin und ihr Patient dabei eine Auseinandersetzung hatten, ist nicht bekannt.

Nach seiner Entlassung kam der mutmaßliche Täter am Donnerstagmorgen in die Klinik zurück und erstach die zweifache Mutter. Der Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl wegen Mordes.

Mit dem Geständnis des Mannes ist die Tat weitgehend aufgeklärt. Eine nach der Festnahme angeordnete psychiatrische Untersuchung des Täters ergab offensichtlich keine Hinweise auf eine seelische Krankheit.

Auch der Tatablauf ist fast vollständig geklärt. Demnach kam der mutmaßliche Mörder am Donnerstag in die Klinik. In einem Gang traf er um 8.45 Uhr auf die von ihm gesuchte Ärztin.

Dort zog er das mitgebrachte Messer und stach mit der 15 Zentimeter langen Klinge mehrmals auf sein Opfer ein. Die 47-Jährige wurde zwar sofort operiert, ihre eigenen Kollegen konnten der Frau aber nicht mehr helfen.

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