Ärzte Zeitung online, 12.03.2011

60.000 Atomkraftgegner bilden Menschenkette

STUTTGART (dpa). Etwa 60.000 Atomkraftgegner haben am Samstag in Baden-Württemberg mit einer Menschenkette für den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie demonstriert. Auf einer Strecke von 45 Kilometern zwischen Stuttgart und dem Atomkraftwerk Neckarwestheim zählten die Veranstalter damit rund 20.000 Menschen mehr, als sie zu der Protestaktion erwartet hatten.

60.000 Atomkraftgegner bilden Menschenkette

Menschen stehen am 12. März in einer Kette vor dem Atomkraftwerk Neckarwestheim. Zehntausende Atomkraftgegner haben mit einer Menschenkette von Stuttgart nach Neckarwestheim für den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie demonstriert.

© dpa

Als Grund für das gestiegene Interesse nannten die Veranstalter den durch das Erdbeben verursachten schweren Atomunfall in Japan.

Unter dem Motto "Atomausstieg in die Hand nehmen" bildeten die Teilnehmer auf der gesamten Strecke eine geschlossene Menschenkette. Unter den Demonstranten waren auch die Grünen-Bundesvorsitzenden Claudia Roth und Cem Özdemir sowie die Spitzenkandidaten zur baden-württembergischen Landtagswahl von SPD und Grüne, Nils Schmid und Winfried Kretschmann.

Die Protestaktion stand unter dem Eindruck des Atomunfalls in Japan und der Landtagswahl am 27. März. Sie war bereits vor Monaten terminiert worden. Im rund 45 Kilometer entfernten Neckarwestheim nahmen die Atomkraftgegner den von ihnen geforderten Atomausstieg symbolisch selbst in die Hand. Sie zogen einen überdimensionalen Stecker und stöpselten ihn in ein Windrad.

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