Ärzte Zeitung online, 13.03.2011

Nur wenig Schutz vor Radioaktivität - aber man kann doch etwas tun

BERLIN (dpa). Bei einer Atomkatastrophe, wie sie derzeit in Japan droht, können sich die Bewohner des betroffenen Gebietes nur bedingt vor radioaktiven Strahlen schützen. Dennoch kann jeder etwas für sich und andere tun.

Generell raten Experten dazu, ein verseuchtes Gebiet möglichst schnell zu verlassen. Bewohner sollten Atemmasken oder andere Filtermasken tragen, um die Aufnahme von Radioaktivität durch den Körper zu verhindern.

Deshalb kann auch Schutzkleidung helfen, wie etwa wasserdichte Regenkleidung. Sie kann die Strahlen zwar nicht abhalten - das könnte nur ein spezielles Material mit Blei - aber sie verhindert, dass sich verseuchte Partikel auf der Haut absetzen.

Rechtzeitig eingenommene Kaliumiodid-Tabletten (Jodtabletten) verhindern, dass sich über die Atmung eingenommenes radioaktives Jod in der Schilddrüse anreichert.

Werden radioaktive Substanzen durch Wind und Wetter über weite Strecken transportiert, sollten sich die Menschen möglichst in geschlossenen Räumen, am besten mit massivem Mauerwerk, aufhalten. Kinder sollten auf keinen Fall draußen spielen.

Es ist wichtig, sich nach jedem Aufenthalt im Freien gründlich zu waschen und die Kleidung zu wechseln. Auf Lebensmittel wie Gartenfrüchte, die verseucht sein könnten, sollte man verzichten.

Merkblatt des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (PDF)

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe über Schutzmöglichkeiten

Schweizer Behörde zur prophylaktischen Einnahme von Jodtabletten

Informationen des Österreichischen Roten Kreuz zu Schutzmaßnahmen

Lesen Sie dazu auch:
Radioaktivität in Deutschland - Daten von 1800 Sonden online einsehbar

Zum Special "Katastrophe in Japan"

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