Ärzte Zeitung online, 13.03.2011

THW-Rettungsteam fährt weiter Richtung Nord-Japan

TOKIO (dpa). Das Rettungsteam des Technischen Hilfswerks (THW) hat seine Fahrt in die vom Tsunami zerstörten Gebiete im Nordosten Japans fortgesetzt. An einer Raststätte südlich der Stadt Sendai werde kurz getankt und dann fahre das Team wie geplant weiter nach Tome in der Provinz Miyagi, sagte der Teamleiter Ulf Langemeier am Sonntag.

Die THW-Mannschaft aus 41 überwiegend ehrenamtlichen Helfern war am frühen Sonntagabend mit einem Bus und zwei Lastwagen vom Flughafen Narita losgefahren. Mit dabei ist auch Strahlenexperte Mario König, der die Radioaktivität unterwegs überprüft. "Wenn die Gefahr real wird, ziehen wir uns zurück", sagte Langemeier kurz nach der Abfahrt der dpa am Telefon. In Miyagi hatten Experten eine 400 Mal höhere Radioaktivität als normal gemessen.

Zur Ausrüstung der Mannschaft gehören Wärmebildkameras, Ortungsgeräte, eine Betonkettensäge und Schneidegeräte für Stahl. Auch drei Rettungshunde sind dabei. Für einen Einsatz in einem radioaktiv verstrahlten Gebiet sind die Helfer allerdings nicht ausgerüstet.

Im Bus des THW sitzt auch ein Vertreter der japanischen Regierung. Das Team hat eine Ausnahmegenehmigung und kann auf der für den normalen Verkehr gesperrten Schnellstraße 4 in Richtung Norden fahren. Deshalb kommen die Helfer schnell voran. Den ganzen Tag über gab es auf den offenen Straßen rund um Tokio lange Staus und Schlangen vor den Tankstellen.

Zum Special "Katastrophe in Japan"

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