Ärzte Zeitung online, 14.03.2011

Nach erhöhter Strahlung: US-Marine lässt Hilfseinsatz wieder anlaufen

WASHINGTON/TOKIO (dpa). Die US-Marine hat den Hilfseinsatz ihrer Schiffe vor der japanischen Küste wieder aufgenommen. Am Montagabend (Ortszeit) hatte sie die Aktion zunächst wegen einer leichten Verstrahlung von Hubschraubern und Besatzungsmitgliedern ausgesetzt.

Der Flugzeugträger "USS Ronald Reagan" und andere Schiffe der Siebten Flotte drehten daraufhin ab, um nicht mehr Winden aus Richtung des beschädigten Atomkraftwerks Fukushima 1 ausgesetzt zu sein. Mittlerweile laufe die Hilfsoperation aber wieder, sagte ein Sprecher der US-Marine.

Seeleute auf den Schiffen waren den Angaben zufolge einer erhöhten Strahlung ausgesetzt, die allerdings geringer als eine Monatsdosis natürlicher Strahlung war. Medienberichte hatten von einer radioaktiven "Wolke" gesprochen, durch die der Flugzeugträger gefahren sei.

Strahlung war den Angaben zufolge auch bei 17 Mitgliedern von Helikopterbesetzungen nach ihrer Rückkehr von Hilfseinsätzen nahe der schwer getroffenen Stadt Sendai festgestellt worden. Es habe sich aber um eine kleine Dosis gehandelt, die durch Wasser und Seife habe beseitigt werden können.

Die USS Ronald Reagan war am Sonntag vor der japanischen Küste eingetroffen. Auch der Flugzeugträger USS Essex hatte sich auf den Weg gemacht. Als Reaktion auf die Katastrophe schickte Washington ein Team von Nuklearexperten in die Krisenregion, darunter auch Mitarbeiter der US-Atomregulierungsbehörde, die Experten für Siedewasserreaktoren seien.

Die Informationen zu dem Atomunglück fließen in Japan äußerst spärlich. Nach zwei Explosionen in Fukushima sind die Ausmaße der Katastrophe immer noch nicht absehbar.

Zum Special "Katastrophe in Japan"

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