Ärzte Zeitung online, 29.03.2011

Slowakische Klinik erklärt Kind irrtümlich für tot

BRATISLAVA (dpa). Einen unvergesslichen Schock hat die Schlamperei eines slowakischen Krankenhaus einem jungen Elternpaar beschert.

"Es tut uns leid, Ihr Kind ist heute um fünf Uhr gestorben, hat mir der diensthabende Arzt am Telefon erklärt, nachdem mich eine Krankenschwester mit ihm verbunden hat", sagte die fassungslose Mutter am Dienstag dem Nachrichtenportal cas.sk.

Sprachlos vor Entsetzen habe sie das Handy an ihren Mann weitergereicht. Ihm habe der Arzt die Schreckensnachricht bestätigt, berichtete die Mutter Jana Scurova.

Es habe keinen Sinn, dass die Eltern noch am Wochenende ins Krankenhaus von Trebisov kämen. Das tote Kind werde auf die Pathologie gebracht, wo sie es auch am Montag sehen könnten, soll der Arzt betont haben.

Die Eltern kamen trotzdem sofort. Sie wollten eine Erklärung, da ihr Kind nur wegen nicht lebensbedrohlich scheinender Atembeschwerden ins Krankenhaus gebracht worden sei.

In der Klinik fanden sie ihren neunjährigen Sohn Patrik dann fröhlich und guter Dinge vor. Man habe ihn mit einem tatsächlich gestorbenen Kind auf der gleichen Station verwechselt, entschuldigte sich das Krankenhaus bei den Eltern.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »