Ärzte Zeitung online, 31.03.2011

Seoul billigt Arzneilieferung an Nordkorea

SEOUL (dpa). Erstmals seit dem Beschuss einer südkoreanischen Insel durch Nordkorea im November hat die Regierung in Seoul wieder private Hilfe für das kommunistische Nachbarland genehmigt.

Die Eugene Bell Foundation dürfe Arzneimittel gegen Tuberkulose im Wert von rund 336 Millionen Won (etwa 216.000 Euro) nach Nordkorea schicken, sagte eine Sprecherin des südkoreanischen Vereinigungsministeriums am Freitag.

Die Arzneimittel der US-Organisation, die auch eine Zweigstelle in Südkorea hat, sollen den Angaben zufolge in zwei Wochen geliefert werden. Die Gruppe ist auf humanitäre Hilfe für das hoch gerüstete, aber verarmte Nordkorea spezialisiert.

Seoul reagierte mit der Billigung auf Bitten verschiedener nicht-staatlicher Organisationen, die die Hilfe für Nordkorea wiederaufnehmen wollen.

Das Welternährungsprogramm (WFP) hatte zuletzt gewarnt, dass sich die Nahrungsmittelknappheit in Nordkorea angesichts bald aufgebrauchter Vorräte verschärfen werde. Mehr als sechs Millionen Nordkoreaner seien auf dringende Hilfe angewiesen.

Die Spannungen zwischen beiden koreanischen Staaten hatten sich durch den Angriff auf die Insel im Gelben Meer deutlich verschärft. Vier Südkorea waren damals bei dem Beschuss durch die nordkoreanische Küstenartillerie getötet worden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Diabetikern wird der HbA1c-Wert nicht oft genug kontrolliert

Eigentlich sollten Ärzte mindestens zweimal im Jahr den HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern bestimmen. Bei jedem vierten Patienten messen sie ihn aber nur einmal oder gar nicht. mehr »

Weg frei für GroKo-Gespräche und Nachverhandlungen

Es war eine Zitterpartie: Weniger als 60 Prozent der SPD-Delegierten auf dem Parteitag stimmten Gesprächen zur Bildung einer große Koalition zu. Nun soll weiterverhandelt werden – auch in Sachen Gesundheit. mehr »

Beunruhigend hohe Zahlen in der Altenpflege

Altenpflegekräfte fehlen fast doppelt so oft wegen psychischer Erkrankungen wie andere Beschäftigte, heißt es im länderübergreifenden Gesundheitsbericht für Berlin und Brandenburg. mehr »