Ärzte Zeitung online, 01.04.2011

Mehr Stalker suchen Hilfe zur Heilung

BERLIN (dpa). Die Berliner Beratungsstelle für Stalker erlebt nach Angaben ihres Leiters Wolf Ortiz-Müller einen wachsenden Zulauf.

"2010 hatten wir 530 Beratungskontakte - 25 Prozent mehr als 2009", sagte der Psychologe von "Stop-Stalking" am Freitag der Nachrichtenagentur dpa.

Polizei und Gerichte verwiesen laut Ortiz-Müller Menschen, die anderen nachstellen, zunehmend an die Beratungsstelle.

Die Täter seien vor allem Frauen und Männer, die ihre Ex-Partner belästigen, erklärte der Psychologe. Es seien jedoch auch Jugendliche dabei, die Mitschüler im Internet belästigen und dann von einem schlechten Gewissen geplagt würden.

Das laut Ortiz-Müller bundesweit einmalige Angebot, auch per E-Mail und telefonisch beraten zu werden, wird von Ratsuchenden aus dem gesamten deutschsprachigen Raum wahrgenommen.

Die Hilfe des vor drei Jahren gegründeten Büros ist kostenlos. Finanziert wird das Berliner Büro vom Senat und durch Spenden.

www.stop-stalking-berlin.de

Topics
Schlagworte
Panorama (32846)
Recht (12765)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »