Ärzte Zeitung online, 07.04.2011

Zwölf Tonnen Hilfsgüter für die Elfenbeinküste

GENF (eb). Die humanitäre Hilfe des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) für die hilfsbedürftigen Menschen in der vom Machtkampf gebeutelten Elfenbeinküste läuft auf Hochtouren.

Wie das IKRK bekannt gab, brachte ein gechartertes Flugzeug am Montag fast zwölf Tonnen Hilfsgüter in die westliche Stadt Man.

An Bord hatten die Organisation laut eigener Aussage Nahrungsmittel, Medikamente und andere medizinische Produkte, die die Not der Bedürftigen lindern sollen. Und fast eineinhalb Tonnen Rohre, Pumpen und andere Elemente, die nötig sind, um die Wasserversorgung in den betroffenen Regionen wiederherzustellen.

Laut Auskunft von Dominique Liengme, der Leiterin der IKRK -Delegation in der Elfenbeinküste, werden die Hilfsgüter zunächst in den Krankenhäusern und Lagern im Westen des afrikanischen Landes verteilt. Später sollen sie nach Abidjan im Süden gebracht werden, wenn es die Sicherheitslage erlaube.

Zehntausende Flüchtlinge

Am größten ist die Not der Bevölkerung nach Angaben des IKRK im Westen und Süden. Zehntausende Menschen sind vor den Gefechten zwischen den Truppen des amtierenden Präsidenten Laurent Gbagbo und jenen seines Gegners, des Wahlsiegers Alassane Ouattara, geflohen.

Viele finden Zuflucht in provisorischen Auffanglagern, die in öffentlichen Gebäuden eingerichtet worden sind. Dort sind Nahrung, Medikamente und sauberes Wasser knapp.

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