Ärzte Zeitung online, 20.04.2011

Asse: Probebohrungen werden erlaubt

WOLFENBÜTTEL (dpa). Die geplante Sanierung des maroden Atommülllagers Asse bei Wolfenbüttel hat eine wichtige Hürde genommen.

"Noch vor Ostern, also in den kommenden Tagen, wird das Umweltministerium die Genehmigung für die Probebohrungen an zwei Kammern erteilen", sagte Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) am Dienstag in Wolfenbüttel nach der Sitzung der Asse-2-Begleitgruppe.

Damit sollen wichtige Informationen gesammelt und der Rückholprozess der rund 126.000 Atommüllfässer eingeleitet werden.

In dem seit Jahrzehnten als Atommüllkippe genutzten Salzbergwerk war in der Vorwoche eine Konzentration des radioaktiven Nuklids Cäsium-137 von 240.000 Becquerel pro Liter gemessen worden - das 24-fache des erlaubten Grenzwertes.

Die Probebohrungen werden eine wichtige Etappe auf dem schwierigen Weg sein, die Behälter herauszuholen. Das zuständige Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hatte die Bohrungen in den Kammern 7 und 12 beantragt.

Das BfS erhofft sich dadurch wichtige Informationen darüber, in welchem Zustand die Abfallfässer sind. Die Schachtanlage droht durch Wassereinbrüche abzusaufen.

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