Ärzte Zeitung online, 21.04.2011

Gorgonzola nach Listerienfund zurückgerufen

BAD WILDUNGEN/MAINZ (dpa). Ein beim Lebensmitteldiscounter Netto verkaufter Gorgonzola könnte Fieber und Durchfall verursachen und ist deshalb zurückgerufen worden.

Bei der Käsesorte "Cascine di Campagna" seien bei Laboruntersuchungen Listerien gefunden worden, teilte das rheinland-pfälzische Verbraucherschutzministerium am Donnerstag (21. April) in Mainz mit. Diese Bakterien können zu schweren Erkrankungen beim Menschen führen.

Die 4000 Packungen seien Anfang März ausgeliefert worden, sagte der Geschäftsführer des hessischen Käsegroßhändlers Rabe & Freund aus Bad Wildungen, Joachim Freund, der Nachrichtenagentur dpa.

Rückruf in NRW, Hessen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen

Gefunden wurde der belastete Käse in Nordrhein-Westfalen, vorsorglich wurde der Gorgonzola auch in Hessen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen zurückgerufen.

Weil der Verkaufszeitraum aber schon länger zurückliege, rechne er mit einem geringen Rücklauf, sagte Freund.

Der Käsegroßhändler betonte, der Artikel sei umgehend nach den Untersuchungsergebnissen aus dem Verkauf genommen worden. Er warnte vor dem Verzehr und empfahl, den Käse "gegen Kaufpreiserstattung an eine der bundesweiten Netto-Filialen zurückzugeben".

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Parodontitis als Risikofaktor für Krebs?

Ist eine Zahnbettentzündung ein Risikofaktor für bestimmte Krebsarten? Innerhalb einer großen Gruppe Frauen in der Menopause haben Forscher deutliche Zusammenhänge gefunden. mehr »

Kinder suchtkranker Eltern brauchen mehr Beachtung

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, fordert eine bessere Versorgung und Betreuung der Kinder von Suchtkranken. Kinder von Suchtkranken sind diesmal Schwerpunkt des Drogenberichts. mehr »

Hilfe für die Seele gefordert

Eine Krebsdiagnose ist ein Schock. Die Psychoonkologie soll helfen. Aber die Unterstützung ist wenig bekannt und unterfinanziert. mehr »