Ärzte Zeitung, 29.04.2011

Es darf gelacht werden - und die Welt lacht mit

Organisiertes Schmunzeln, Jauchzen, Kichern: Am 1. Mai ist Weltlachtag, in Berlin gibt's ein spezielles Programm.

Von Diana Engel

Es darf gelacht werden - und die Welt lacht mit

Vier Stunden Lachen: In Berlin wird der Weltlachtag auf dem Tempelhofer Feld "belacht".

© Trinette R / panthermedia.net

BERLIN. Die meisten Menschen lachen viel zu wenig. Dagegen wollen eifrige Lacher etwas tun. An diesem 1. Mai kommen Hunderte von ihnen in Deutschland zusammen, um gemeinsam aus vollem Hals zu lachen.

Seit 1998 ist der erste Sonntag im Mai Weltlachtag. Und auch dieses Jahr ist organisiertes Schmunzeln, Jauchzen und Kichern angesagt. Der Weltlachtag wurde vor 13 Jahren vom indischen Arzt Madan Kataria, dem Begründer der weltweiten Lachyoga-Bewegung, ins Leben gerufen.

Mehr als 12.000 Mitglieder aus lokalen und internationalen Lachclubs trafen sich zum ersten Mal am 11. Januar 1998 im indischen Mumbai.

Unter dem Motto "Lachen ist die kürzeste zwischenmenschliche Distanz. Lache... und die Welt lacht mit", ist die Lachbewegung in Deutschland mit fast 50 Lachclubs präsent. In Berlin stehen auf dem Tempelhofer Feld an diesem Sonntag vier Stunden Lachprogramm an.

Die Tagesordnung sieht vor: Eine Einführung in Lachyoga mit verschiedenen humorvollen Übungen, die im Stehen und im Gehen in Bewegungen mit Anderen stattfinden. Eine Lacharena, ein Lachteppich und ein Lachspielplatz. Der Höhepunkt um 14.00 Uhr: Fünf Minuten weltweites Lachen.

"Das Großartige am Lachen ist, dass es ganzheitlich wirkt, physisch und seelisch", sagt die Berliner Lachtrainerin Anne Rauch von der Initiative "Hauptstadt lacht". "Durch diesen Vorgang, dieses ruckartige, heftige Atmen wird der ganze Körper durchgerüttelt. Die Atmung und der Kreislauf werden intensiviert."

Im Durchschnitt lachen Kinder nach Angaben von Rauch etwa 400 Mal am Tag, Erwachsene nur 15 Mal, Depressive fast nie. (dpa)

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