Ärzte Zeitung online, 12.05.2011

UNO: Immer mehr Gewalt gegen Kinder bei bewaffneten Konflikten

NEW YORK (dpa). Die Vereinten Nationen (UNO) beklagen mehr Gewalt gegen Kinder in den Konflikten der Welt.

Immer mehr Länder, Milizen oder Banden würden Kinder zwangsrekrutieren, misshandeln, sexuell missbrauchen oder töten, heißt es im veröffentlichten zehnten UN-Bericht zu Kindern in bewaffneten Konflikten.

"2010 war ein weiteres tragisches Jahr für Kinder in Konflikten auf der ganzen Welt", sagte Untergeneralsekretärin Radhika Coomaraswamy.

Die "Liste der Schande", die die Täter benennt, sei länger geworden: "Wir konnten niemanden von der Liste streichen und mussten vier Gruppierungen dazunehmen, zwei im Jemen und zwei im Irak", sagte die aus Sri Lanka stammende Juristin.

Situation in Afghanistan habe sich verbessert

Mehr als 20 Armeen, Rebellengruppen und Parteien stehen jetzt auf der "Liste der Schande".

Die meisten von ihnen kommen aus Afrika, etwa aus Somalia, dem Sudan, dem Kongo oder der Elfenbeinküste. Viele sind aber auch aus Südamerika oder Asien, zum Beispiel aus Kolumbien, den Philippinen, Pakistan und Indien.

Verbessert habe sich die Situation in Afghanistan, wo alle Kinder aus der Armee des Landes entlassen worden seien.

Der Bericht nennt auch "Besetzte palästinensische Gebiete/Israel" als Tatort.

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