Ärzte Zeitung online, 17.05.2011

Botulinumtoxin für Achtjährige: Mutter verliert Sorgerecht

SAN FRANCISCO (dpa). In den USA hat eine Frau, die ihrer achtjährigen Tochter Botulinumtoxin (Botox®) spritzte, das Sorgerecht für das Mädchen verloren.

Die Behörden in Kalifornien ermittelten gegen Kerry Campbell, nachdem die Frau im US-Fernsehen erzählte, dass sie ihr Kind für Schönheitswettbewerbe mit dem Nervengift behandeln würde, berichtete der US-Sender ABC am Montag.

In der vergangenen Woche gab Campbell in der Sendung "Good Morning America" zu, gegen die Falten von Tochter Britney mit Spritzen vorzugehen.

Die Achtjährige räumte in dem Interview ein, dass die Spritzen weh tun würden, aber den Schmerz nehme sie gerne in Kauf.

Alles für den Schönheitswettbewerb

Ihre Mutter wehrte sich gegen Vorwürfe von Kindesmissbrauch. Auch andere Mütter würden vor Schönheitswettbewerben ihren Töchtern das Anti-Falten-Mittel spritzen, sagte Campbell. Das sei recht verbreitet.

Empörte Zuschauer alarmierten die Behörden. Das Sozialamt in San Francisco suchte die Familie auf und nahm das Mädchen in seine Obhut.

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Wirbel um "Botox-Mama"

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