Ärzte Zeitung, 23.05.2011

"Der mobile Mensch" als ARD-Themenschwerpunkt

Wie verändert sich das Leben, wenn mit Mobilität immer mehr Grenzen überwunden werden? Die Sender der ARD beschäftigen sich damit in dieser Woche.

HAMBURG (dpa). Jedes Jahr kümmert sich die ARD eine Woche lang um ein bestimmtes Thema. In den vergangenen Jahren waren es Kinder, die Zeit zum Leben, Krebs, das Ehrenamt und die Ernährung. Bis zum 27. Mai kommt die ARD in Fahrt und stellt das Thema Mobilität in den Mittelpunkt ihres Programms.

Anlass für das diesjährige Thema sei der 125. Geburtstag der Erfindung des Automobils gewesen, sagt Peter Boudgoust, Intendant des federführenden Südwestrundfunks (SWR). Aber es gehe um sehr viel mehr Facetten der Mobilität - um die positiven Auswirkungen und die Schattenseiten.

Programmdirektor Volker Herres unterstrich bei der Pressekonferenz zum Thema vor ein paar Wochen, wie sehr "die Mobilität die Welt verändert hat: Die Katastrophe in Japan ist ganz nah".

In Fernsehen, Radio, Internet und Videotext will der Senderverbund das Thema Mobilität in vielen Facetten beleuchten. Das Leben in Fernbeziehungen wird ebenso beobachtet wie die Auswirkungen sozialer Netzwerke auf Freundschaften. Auch die gesundheitlichen Aspekte von Mobilität werden in den ARD-Progammen thematisiert.

Unterschiedliche Formate wie die Talkshows von Anne Will und Reinhold Beckmann, Reportagen etwa über Vielflieger, Bahn-Pendler und eine Nonne, die ihre Klostermauern schon lange nicht mehr verlassen hat, sowie Wissenssendungen widmen sich dem Schwerpunkt.

Für ihre neue Themenwoche hat die ARD wieder einige Paten gewonnen - mit ganz unterschiedlichen Vorstellungen zur Mobilität. Die Moderatorin und Ärztin Susanne Holst schaltet zum Beispiel den fernreisenden Vater ihrer Zwillinge jeden Morgen über Skype zum Frühstück dazu.

"Etwas skurril", kommentierte das ihr Mitpaten, Moderator Dieter Moor. Und "Tatort"-Kommissarin Ulrike Folkerts verriet, was sie von permanent ins Handy sprechenden Mitmenschen hält: "Ich finde das echt unverschämt! Manchmal muss man sich da auch einmischen."

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