Ärzte Zeitung online, 19.05.2011

Polizistin erschießt Frau nach Messerangriff

FRANKFURT/MAIN (dpa). Eine Polizistin hat bei einem Streit in einem Frankfurter Jobcenter eine Frau niedergeschossen. Sie starb an den Folgen der Schussverletzung.

Polizistin erschießt Frau nach Messerangriff

Beamte der Spurensicherung nach dem tödlichen Schusswechsel im Frankfurter Jobcenter.

© dpa

Das 40 Jahre alte Opfer hatte am Donnerstagmorgen zuvor einen Polizisten mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt, wie die Polizei berichtete. Der Beamte und die 40-Jährige wurden in Krankenhäuser gebracht, wo die Frau eine Stunde später an ihren schweren Verletzungen starb.

In dem Rhein-Main Jobcenter, einer Außenstelle für Wohnungslose und Menschen mit Suchtproblemen, war es ersten Ermittlungen zufolge zu einer Auseinandersetzung zwischen der 40-Jährigen und dem Personal gekommen. Worum es dabei ging, stand zunächst nicht fest. Die 40-Jährige hatte möglicherweise randaliert. Die Mitarbeiter des Jobcenters verständigten die Polizei.

Als die Streife eintraf und der Polizist die Frau aufforderte, ihre Papiere zu zeigen, holte diese nach Polizeiangaben ein Messer aus der Tasche und ging damit auf den 30 Jahre alten Beamten los. Dieser habe seiner zwei Jahre jüngeren Kollegin noch zugerufen: "Vorsicht, sie hat ein Messer", berichtete ein Polizeisprecher.

Die Frau verletzte den Beamten ersten Ermittlungen zufolge am Bauch und am Oberarm. Daraufhin griff die 28 Jahre alte Polizistin zur Waffe. Wie oft sie abdrückte und wo sie das Opfer traf, war zunächst unklar. Das Landeskriminalamt ermittelt.

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