Ärzte Zeitung online, 30.05.2011

UN-Chef fürchtet Eskalation durch Gaza-Flotille

NEW YORK (dpa). Knapp ein Jahr nach dem Drama um eine Flotille mit Hilfsgütern für den Gazastreifen hat UN-Chef Ban Ki Moon vor der eigenmächtigen Entsendung weiterer Schiffe gewarnt.

In einem Brief an die Mittelmeerländer appellierte Ban, solche Flotillen wegen der Eskalationsgefahr nicht zu unterstützen.

Hilfssendungen für die palästinensische Bevölkerung in Gaza sollten durch die etablierten Kanäle gehen, hieß es in einer Erklärung, die ein UN-Sprecher am Freitagabend in Bans Namen veröffentlichte.

Das israelische Militär hatte einen Konvoi von Schiffen mit Gaza-Hilfe am 31. Mai 2010 in internationalem Gewässer gestoppt.

Bei dem Vorgehen der Israelis gegen die Schiffe starben neun Zivilisten, mehr als 30 weitere wurden verletzt. Die Flotille war in der Türkei gestartet und hatte außer Lebensmitteln und Arzneien unter anderem Spielsachen für palästinensische Kinder an Bord.

Parallel zu seinem Appell an die Anrainerstaaten des Mittelmeers veröffentlichte der UN-Chef eine weitere Ermahnung in Richtung Israel, endlich die Blockade des Gazastreifens zu beenden, damit dessen Bevölkerung ausreichend versorgt werden könne.

Topics
Schlagworte
Panorama (30769)
Personen
Ban Ki Moon (81)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Es kommt darauf an, wo das Fett sitzt

Adipositas macht krank – diese Aussage ist Tübinger Diabetes-Forschern zu einfach. Ihren Studien zufolge könnten bestimmte Parameter genauere Hinweise auf das Erkrankungsrisiko liefern. mehr »

Mobiles Impfprojekt für Schüler am Start

Bundesgesundheitsministerium und Charité nehmen gravierende Impflücken von Berliner Schülern ins Visier: Ärzteteams sollen im Präventionsbus auf Schulhöfen der Hauptstadt fürs Impfen trommeln. mehr »

NHS-Patienten - ab in die Op-Warteschlange

Versprechen – gebrochen: Die Zahl der Patienten in Großbritannien, die auf eine Operation warten, steigt. Die Regierung hatte angekündigt, die Fristen zu verkürzen – es fehlt an Personal. mehr »