Ärzte Zeitung online, 15.07.2011

Grünenthal hat mit Unterstützung für Conterganopfer begonnen

AACHEN (dpa). Der Arzneimittelhersteller Grünenthal hat mit der Unterstützung von schwerst geschädigten Conterganopfern in Notfällen begonnen. Einige Betroffene hätten bereits Geld erhalten, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Zur Zahl der Betroffenen und der Summe machte das Unternehmen keine Angaben. Grünenthal übernimmt nach eigenen Angaben in Einzelfällen Kosten für Sachleistungen, die die Sozialkassen nicht tragen.

Das könne etwa der behindertengerechte Umbau eines Autos sein oder die Anschaffung von Dingen des Alltags, etwa ein leicht bedienbarer Schrank, berichtete der Arzneimittelhersteller. Angaben zum jährlichen Budget machte das Unternehmen nicht.

Der Bundesverband Contergangeschädigter kritisierte die mangelnde Transparenz. "Was ist ein Härtefall?", fragte Pressesprecherin Ilonka Stebritz. Im Lebensalter um die 50 Jahre brächen vielen Betroffenen die "Helfersysteme" weg, weil die Eltern sterben. "Gilt das auch als Härtefall?", fragte Stebritz.

Zum Forderungskatalog des Verbands gehört unter anderem eine Einmalzahlung für Betroffene von im Schnitt 100.000 Euro.

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