Ärzte Zeitung online, 28.07.2011

Erdnusspaste und Kekse gegen Hungersnot

BERLIN (dpa). Das erste Hilfsflugzeug der UNO für Somalia hat den Hungernden tonnenweise "Supplementary Plumpy" mitgebracht. Dabei handelt es sich nach Angaben des UN-Welternährungsprogramms um eine Erdnusspaste, hochkalorisch, eiweiß- und fettreich mit Vitaminen und Mineralstoffen.

Erdnusspaste und Kekse gegen Hungersnot

Herstellung der Erdnussbutterpaste Plumpy'nut.

© Jaspreet Kindra / IRIN

Die Produkte wurden speziell für Hungerkatastrophen entwickelte. "Plumpy" (zusammengesetzt aus den englischen Wörtern plump (dick) und peanut (Erdnuss) gilt als "therapeutische Fertignahrung".

Sie kann auch eingesetzt werden, um Kindern zu helfen, die "soweit unterernährt sind, dass sie gar keine normale Nahrung mehr vertragen", sagte Sebastian Dietrich von der Organisation "Ärzte ohne Grenzen" am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa.

Die Erdnusspaste wird in kleinen Päckchen verteilt und kann sofort gegessen werden. "Die Kinder mögen es, weil es süß ist", sagt Dietrich. Von den Kalorien her sei das vergleichbar mit einem Schokoriegel, bei dem allerdings meist die Vitamine, die Mineralien und das Eiweiß fehlten.

Durch die Entwicklung solcher speziellen Nahrungsmittel ist "die Chance, dass ein schwer unterernährtes Kind überlebt, heute viel größer als früher".

Daneben verteilen die Hilfsorganisationen während Hungersnöten außerdem besondere Breipulvermischungen aus Getreide, Soja, Bohnen, Öl und Trockenmilch oder "High Energy Biscuits".

Laut Welternährungsprogramm werden diese Kekse ausgegeben, wenn es für die Menschen keine Möglichkeit zum Kochen gibt. Auch die Kekse und Breimischungen sind angereichert mit Vitaminen, Mineralien und Eiweiß.

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