Ärzte Zeitung online, 12.08.2011

UN besorgt über Vergewaltigungen in Somalia

NEW YORK (dpa). Somalische Frauen werden nach Informationen der Vereinten Nationen auf dem Weg zu den Flüchtlingslagern in Kenia zunehmend Opfer sexueller Gewalt.

In einer UN-Mitteilung vom Donnerstag äußerte die UN-Sonderbeauftragte gegen sexuelle Gewalt in bewaffneten Konflikten, Margot Wallström, Besorgnis über gewalttätige Akte gegen Frauen auf der Flucht vor der Hungersnot am Horn von Afrika.

"Während der langen und gefährlichen Reise von Somalia zu den Kamps in Kenia sind Frauen und Mädchen Opfer von Angriffen, einschließlich Vergewaltigungen, von Milizen und Banditen", sagte Wallström.

Laut Wallström gehen in ihrem Büro alarmierende Berichte über Vergewaltigungen durch Einsatzkräfte der somalischen Übergangsregierung (TFG) und Rebellen ein.

Zudem sollen gegen die Regierung gerichtete Al-Shabaab Milizen Mädchen entführt haben, um sie zur Heirat mit ihren Kämpfern zu zwingen.

Margot Wallström rief zur "sofortigen Beendigung der Verletzung der Menschenrechte" auf. Sie lobte die kenianischen Behörden, weil sie Zehntausenden somalischer Flüchtlinge in der Not unterstützten.

An potenzielle internationale Spender appellierte sie, sich mehr für die Leidtragenden am Horn einzusetzen.

Topics
Schlagworte
Panorama (32715)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Hunde im MRT hygienischer als bärtige Männer

Ist es hygienisch, Hunde in MRT-Scanner zu legen, mit denen primär Menschen untersucht werden? Ja, legt eine Studie nahe: Bärtige Männer bergen höhere Kontaminationsrisiken. mehr »

Starke Konzentration wird im Fall Valsartan zum Klumpenrisiko

Noch ist die Risikobewertung im Fall Valsartan nicht abgeschlossen. Aber der Vorgang zeigt die Risiken der starken Marktkonzentration. mehr »

Die Gesundheit der Bombenkinder

Seit Jahrzehnten berichten viele Hibakusha – so nennt Japan seine Atombombenopfer – regelmäßig vor Schülern und Interessierten aus dem In- und Ausland von dem Grauen, das sie und ihre Angehörigen erlebten. mehr »