Ärzte Zeitung online, 12.08.2011

Experte: Schwebeteilchen in der Luft könnten Herzinfarkte fördern

HAMBURG (dpa). Die Gefahr von Schwebeteilchen in der Luft wird nach Ansicht des Hamburger Forschers Martin Kalinowski nicht ernst genug genommen. Dabei könnten sie zu gesundheitlichen Schäden bei den Menschen führen.

Wissenschaftler hätten vorgeschlagen, solche sogenannten Aerosole im Kampf gegen die Erderwärmung künstlich zu erzeugen und in die Atmosphäre zu bringen, um das Klima abzukühlen, sagte der Leiter des Carl Friedrich von Weizsäcker Zentrums für Naturwissenschaft und Friedensforschung. "Doch das ist ein Spiel mit dem Feuer."

Für diese als Geo-Engineering bezeichnete Idee wisse man noch viel zu wenig über Aerosole. Die Schwebeteilchen sollen die Sonnenstrahlung teilweise zurück ins All streuen und so die Erderwärmung bremsen.

Atemwegserkrankungen und Herzinfarkte könnten die Folge sein

Als Risiken drohten durch die Schwebeteilchen jedoch mehr Regen, Schäden an der Ozonschicht oder gesundheitliche Folgen wie Atemwegsprobleme und Herzinfarkte, erklärte Kalinowski am Rande einer Tagung an der Universität Hamburg.

Dort beraten bis Freitag 50 Klima- und Friedensforscher über mögliche Folgen von starken Aerosolen-Ausstößen für Mensch und Gesellschaft. Die winzigen Partikel haben einen Durchmesser von einigen tausendstel oder gar nur millionstel Millimetern.

Nukleare Waffen könnten Klima veränder

Ob Vulkanausbrüche, Waldbrände oder der Einsatz nuklearer Waffen - alle diese Ereignisse entlassen große Mengen der feinsten Schwebeteilchen in die Luft.

"Ein massiver Einsatz von Kernwaffen könnte das Klima verändern", sagte Kernphysiker Kalinowski. Noch gebe es Schätzungen zufolge rund 20.000 Atomwaffen weltweit, die auch aus Versehen ausgelöst werden könnten - mit unfassbaren Folgen für die Menschheit.

Neben der atomaren Strahlung könnten Dürre und Hungersnöte zum Tod von Millionen Menschen führen, meinte Professor Owen Brian Toon von der Universität von Colorado.

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