Ärzte Zeitung, 16.08.2011

Boxweltmeister Klitschko für aktive Sterbehilfe

HAMBURG (dpa). Boxweltmeister Vitali Klitschko befürwortet Sterbehilfe. "Ich finde, dass jeder Mensch, der nicht die Kraft zum Durchhalten hat, das Recht zum Sterben haben sollte.

Wer Schmerzen nicht ertragen will, dem sollte geholfen werden, einen leichteren Abgang zu bekommen. Aber das ist meine private Meinung", sagte der Ukrainer dem "Hamburger Abendblatt".

Mit dem Tod musste sich der Boxer und Politiker erst vor wenigen Wochen auseinandersetzen. Sein 64 Jahre alter Vater starb an den Folgen eines langwierigen Krebsleidens. Dieses ist vermutlich auf den Einsatz vor 25 Jahren in Tschernobyl nach der Katastrophe im dortigen Atomkraftwerk zurückzuführen.

Damals koordinierte der Luftwaffenoberst Hubschraubereinsätze. Seinen Kindern hat Vitali Klitschko den Tod des Großvaters bislang verschwiegen. "Wir haben noch nicht den Mut gefunden, es ihnen zu sagen", sagte der promovierte Sportwissenschaftler.

Weil er als Berufsboxer ein gesundheitliches Risiko eingeht, habe er mit seinem Bruder Wladimir eine gegenseitige Patientenverfügung fixiert, berichtete Klitschko.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Kinderschutzhotline - Heißer Draht zu Ärzten

Über den Verdacht auf Kindesmissbrauch sprechen, ohne die Schweigepflicht zu verletzen: Das ermöglicht seit 2017 die Medizinische Kinderschutzhotline - eine Zwischenbilanz. mehr »

Hypertonie vor 40. Lebensjahr ist riskant

Junge Erwachsene, die einen erhöhten Blutdruck gemäß den US-amerikanischen Leitlinien von 2017 entwickeln, haben ein signifikant höheres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse als Normotoniker. mehr »

Appell zur rationalen Antibiotika-Gabe

Anlässlich des 11. Europäischen Antibiotika-Tages rufen KBV und vdek zum rationalen Einsatz von Antibiotika bei Erkältungen und Grippe auf. mehr »