Ärzte Zeitung online, 16.08.2011

UN: Alarmierende Sterbequote in äthiopischen Lagern

GENF (dpa). In Flüchtlingslagern Äthiopiens liegt die Sterbequote gerade bei Kindern unter fünf Jahren nach Informationen der Vereinten Nationen ungewöhnlich hoch.

Im mit 25 000 Menschen belegten Camp Kobe an der Grenze zu Somalia, das im Juni eröffnet wurde, sterben im Durchschnitt zehn Kinder unter fünf Jahren am Tag. Das teilte der Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerks, Adrian Edwards, am Dienstag in Genf mit.

Haupttodesursache sei der Ausbruch von Masern, der die zum Teil stark unterernährten Kinder treffe.

"Diese tödliche Kombination hat in der Geschichte bereits ähnliche Todesraten bei früheren Hungerkrisen in der Region gefordert", sagte Edwards.

Die UN wollen mit Massenimpfungen dagegen halten. In Kobe sei das schon geschehen, die anderen Auffanglager würden folgen.

Topics
Schlagworte
Panorama (30933)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

"Mehr Geld für Kranke, weniger für Gesunde"

15:47Die Verteilungsregeln für den Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen sollen deutlich verändert werden. Das hat ein Expertenkreis beim Bundesversicherungsamt jetzt vorgeschlagen. Die Meinung der Kassen ist geteilt. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »