Ärzte Zeitung online, 20.08.2011

Viele Millionen für Somalia-Hilfe benötigt

NEW YORK (dpa). Ungeachtet der bisherigen Spenden dauert die Hungersnot am Horn von Afrika an. Die UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos rief am Freitag zum verstärkten Einsatz gegen die Krise in dem Dürregebiet auf.

"Die Öffentlichkeit hat großzügig gespendet, doch es reicht nicht aus. Wir erreichen nicht genug Notleidende. Wir benötigen immer noch mehr als eine Milliarde Dollar (knapp 700 Millionen Euro), um die entscheidende Hilfe gewährleisten zu können."

Nach Angaben von Amos sind 12 Millionen Menschen in Somalia, Kenia, Äthiopien und Dschibuti von der Trockenheit und der daraus resultierenden Hungersnot betroffen.

Die Situation in Somalia ist laut Amos besonders schlimm. "Ob durch Geld, aktive Mithilfe oder durch Verbreitung der Nachrichten - alle können mithelfen."

Unicef-Direktor Anthony Lake erklärte vor Journalisten in New York, dass die Kinder in den vier Ländern ganz besonders unter der Hungersnot litten.

"Die Krise am Horn von Afrika ist ein humanitäres Desaster, das sich zu einer humanitären Katastrophe entwickelt. Zehntausende Kinder sind bereits gestorben, weitere 300.000 sind extrem unterernährt und in Todesgefahr. Insgesamt sind eineinhalb Millionen Kinder sind von der Krise betroffen."

Topics
Schlagworte
Panorama (32834)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Ärzte gehen auf Gegenkurs zu Schokoriegel und Cola

Pädiater sind alarmiert: Adipositas bei Kindern wird zunehmend zu einem sozialen Problem. Jetzt setzen sie ihre eigene Agenda und gehen auf Distanz zur Ernährungsindustrie. mehr »

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt ältere Menschen nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Dieses überraschende Ergebnis offenbart die ASPREE-Studie. mehr »

Doktor THC und Mister Cannabidiol

Cannabis steht im Verdacht, Psychosen durch den Wirkstoff THC auszulösen. Die Pflanze enthält aber auch antipsychotische Substanzen, die die Hirnfunktion in kritischen Bereichen normalisiert. mehr »