Ärzte Zeitung online, 24.08.2011
 

BKA fragt in Chile wegen Colonia-Arzt nach

KREFELD (dpa). Das Bundeskriminalamt (BKA) hat sich in den Fall des in Chile verurteilten und nach Deutschland geflohenen Arztes Hartmut Hopp eingeschaltet.

Hopp war mit weiteren früheren Mitgliedern der sektenartigen Deutschen-Siedlung Colonia Dignidad wegen Beihilfe zu sexuellem Missbrauch von Minderjährigen zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden.

Das BKA habe über Interpol Angaben von den chilenischen Behörden erfragt, teilte die Staatsanwaltschaft Krefeld am Mittwoch mit. "Diese haben aber noch nicht geantwortet."

Die Anklagebehörde bestätigte, dass sich der international gesuchte Arzt im Raum Krefeld aufhält. Deutsche dürfen aber nicht ausgeliefert werden.

Derzeit könne noch nicht entschieden werden, ob gegen Hopp ein Ermittlungsverfahren einzuleiten sei. Dafür fehlten der Staatsanwaltschaft Informationen. Sobald diese vorliegen, soll die Einleitung geprüft werden.

Topics
Schlagworte
Panorama (31017)
Organisationen
Interpol (22)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »

Jamaika – Paritätische Finanzierung ist vom Tisch

Ein neues Sondierungspapier zeigt: Die potenziellen Jamaika-Partner suchen nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner in der Gesundheitspolitik. mehr »