Ärzte Zeitung online, 31.08.2011

Aigner und Rach: Lebensmittel wertschätzen

HAMBURG (dpa). Fernseh- und Sterne-Koch Christian Rach und Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) haben sich gemeinsam für eine größere Wertschätzung von Lebensmitteln starkgemacht.

"Da haben wir in Deutschland Nachholbedarf", sagte Aigner am Dienstag bei einem Besuch von Rachs Restaurant in Hamburg. Das zeige sich etwa auch darin, wie viel Geld Deutsche für ihre täglichen Lebensmittel ausgäben.

"Wenn ich auf manchen Parkplatz eines Discounters gucke, was da für Autos stehen, (...) und dann wird bei jedem Cent für das Essen geknapst, dann hat das auch etwas mit Bewusstseinsbildung zu tun."

Rach sagte: "Die Wertschätzung für Lebensmittel ist bei uns noch nicht so hoch wie in den südlichen Nachbarländern."

"Man sollte, was die Ernährung angeht, doch das Naheliegende wählen", riet Rach. Dann sei der erste Schritt schon getan.

Wozu Mineralwasser aus Italien importieren, wenn es quasi um die Ecke ein gleichwertiges deutsches Produkt gebe.

Aigner plädierte auch dafür, nicht so viele Lebensmittel wegzuwerfen. Schätzungen zufolge landeten pro Jahr allein in Deutschland 20 Millionen Tonnen Lebensmittel auf dem Müll.

Ein Großteil stamme dabei aus Privathaushalten. Das sei nicht nur ein ökonomisches oder ökologisches, sondern auch ein moralisches Problem, sagte Aigner.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Darum will Maria Rehborn unbedingt Landärztin werden

Studentin Maria Rehborn möchte Landärztin werden in den Bergen werden – ein Portrait. mehr »

Welches Wasser in die Nasendusche?

In unserem Trinkwasser tummeln sich viele Erreger. Forscher haben nun getestet, mit welcher Methode Nasenduschen-Wasser behandelt werden sollte, um diese abzutöten. mehr »

Die Rückkehr des Badearztes

Eine Medizinerin bringt die Region Wiesbaden ins Schwitzen: als einzige Badeärztin der Gegend. Der "Ärzte Zeitung" erklärt sie, warum sie Treppen steigen lässt statt eines EKGs – und wie sie 75 Patienten an ihrer Zunge erkannte. mehr »