Ärzte Zeitung online, 31.08.2011

Studie: Bachelor stresst - aber Sport hilft

GÖTTINGEN (dpa). Die Bachelor- und Masterstudiengänge machen einer Studie zufolge viele Studenten krank.

Bis zu 40 Prozent klagen nach einer am Dienstag vorgestellten Untersuchung der Universität Göttingen über Beschwerden wie Kopf-, Rücken- oder Nackenschmerzen sowie über Schlafstörungen, Nervosität und Stimmungsschwankungen. "Frauen sind dabei häufiger betroffen als Männer", sagte Projektleiter Arne Göring der Nachrichtenagentur dpa.

Als Hauptursachen für die Beschwerden beklagten vor allem Bachelor-Studenten die vielen Prüfungen in kurzer Abfolge und die als zu kurz empfundenen Pausen im Studium, sagte Göring.

Insgesamt fühlten sich die Studenten zunehmend überfordert durch die im Vergleich zu den früheren Diplom- und Magister-Studiengängen erhöhte Prüfungsdichte.

Für ihre Studie haben die Wissenschaftler vom Sportinstitut der Universität Göttingen mehr als 11.000 Studenten befragt.

Gegen den Stress und die gesundheitlichen Beschwerden vieler Studenten kann Sport helfen, fanden die Wissenschaftler heraus.

Studenten, die mehr als eine Stunde pro Woche intensiv Sport treiben, fühlen sich demnach gesünder und haben weniger Beschwerden als ihre Kommilitonen, die keinen Sport treiben.

Bachelor- und Master-Studenten treiben dabei im Durchschnitt nicht weniger Sport als frühere Diplom- oder Magister-Studenten. Der Zeitdruck spiegele sich allerdings bei der Auswahl der sportlichen Aktivitäten wider, sagte Göring.

Klassische Teamsportarten zu festgelegten Trainingszeiten mit einer festen Gruppe seien nur noch schwer mit dem Studium vereinbar. Stattdessen seien Laufen oder individuelles Training im Fitnessstudio angesagt.

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