Ärzte Zeitung online, 02.09.2011

Preis für Heidelberger Alzheimer-Forscher

HEIDELBERG/BONN (dpa). Der Heidelberger Alzheimerforscher Professor Konrad Beyreuther hat den mit 60.000 Euro dotierten Hartwig-Piepenbrock-Preis bekommen.

Der 70-Jährige habe mit seiner Arbeit wesentlich dazu beigetragen, dass Mediziner den Ablauf des krankhaften Gedächtnisverfalls verstehen könnten, teilte das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) am Freitag in Bonn mit.

"Noch ist Alzheimer nicht heilbar. Dass aber begründete Hoffnung besteht, in den kommenden 10 bis 15 Jahren neue wirksame Therapie- oder Präventionsverfahren zu entwickeln, ist in hohem Maße den Forschungsarbeiten von Beyreuther zu verdanken", betonte die Jury.

Der Professor hatte in den 1980er Jahren die Proteinablagerungen untersucht, die im Gehirn von Alzheimer-Patienten zum Absterben von Nervenzellen führen.

Schließlich konnte er die biochemische Zusammensetzung dieser Proteine analysieren und Verfahren entwickeln, um die Proteinablagerungen zumindest im Laborversuch zu hemmen.

Der von der Piepenbrock Unternehmensgruppe in Osnabrück gestiftete Preis wurde in diesem Jahr erstmals verliehen.

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