Ärzte Zeitung online, 07.09.2011

Mietvertrag mit Sektenarzt aufgelöst

KREFELD (dpa). Das Ringen um die Krefelder Wohnung des international gesuchten Sektenarztes Hartmut Hopp hat ein Ende.

Die Wohnstätte Krefeld habe das Mietverhältnis mit Hopp und seiner Frau am Dienstag einvernehmlich aufgehoben, teilte das Unternehmen mit. Die Rückgabe der Wohnung sei für Montag kommender Woche geplant.

Der heute 67-Jährige gehörte zur Führungsebene der berüchtigten Deutschen-Siedlung Colonia Dignidad in Chile.

Dort war er wegen Beihilfe zum sexuellen Missbrauch Minderjähriger zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Chile fahndet nach ihm, jedoch dürfen Deutsche in der Regel nicht ins Ausland ausgeliefert werden.

Hopp hatte die Wohnung in Krefeld zum 1. September gemietet. Nach Bekanntwerden seiner Vergangenheit wurde ihm wieder gekündigt. In den vergangenen beiden Wochen war aber unklar, ob Hopp die Kündigung akzeptiert.

Zuletzt war der Arzt auch ins Visier der deutschen Justiz geraten. Die Staatsanwaltschaft Krefeld leitete ein Ermittlungsverfahren ein, nachdem eine Menschenrechtsorganisation Anzeige wegen Mordes und anderer Vorwürfe erstattet hatte.

In der berüchtigten Siedlung Colonia Dignidad hatten einst auch die Folterknechte des Diktators Augusto Pinochet gewütet.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Dieses Training hält jung

Forscher haben in einer Studie Trainingsformen identifiziert, die die Zellalterung verlangsamen: Wer sein Leben verlängern will, sollte wohl eher aufs Laufband als in die Muckibude. mehr »

Mehr Ausgaben zur Gesundheitsförderung

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr 8,1 Millionen Menschen mit gesundheitsfördernden und präventiven Maßnahmen erreicht – so viele wie nie zuvor. Doch es gibt auch Lücken. mehr »

Zahl der Abtreibungen zurückgegangen

2018 wird es wohl weniger Schwangerschaftsabbrüche geben als im Jahr zuvor, so eine Statistik. mehr »