Ärzte Zeitung online, 10.09.2011

Terrorverdächtige hatten offenbar Kontakt nach Afghanistan

BERLIN (dpa). Die beiden in Berlin verhafteten Terrorverdächtigen gehören nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" offenbar zum Umfeld terroristischer Gruppen in Afghanistan.

Den 24 Jahre alten Deutschen libanesischer Herkunft hätten die Sicherheitsbehörden bereits vor zwei Jahren auf dem Flughafen Tegel an der Ausreise in den Iran gehindert und ihm seinen Pass entzogen, berichtete das Blatt am Samstag vorab. Die Staatsschützer seien davon ausgegangen, dass er sich bewaffneten Gruppen in Afghanistan habe anschließen wollen.

Nach Angaben eines Zeugen könne man den Mann zur sogenannten Berliner Gruppe von Islamisten zählen, die die in Afghanistan aktiven "Deutschen Taliban-Mudschahidin" unterstützten, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf Ermittlungsakten.

Der 24-Jährige habe zudem gute Kontakte zu zwei Berlinern gehabt, die zu Haftstrafen wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Ausland verurteilt wurden.

Im Fall des zweiten Festgenommenen, eines 28-Jährigen aus dem Gaza-Streifen, gehen die Ermittler nach Angaben des Magazins Hinweisen nach, wonach er in einem Terrorlager am Hindukusch ausgebildet worden sei und mit einem bekannten Schleuser in Iran in Kontakt gestanden habe.

Die beiden Männer stehen in dem Verdacht, sich gemeinsam Chemikalien für den Bau einer Bombe besorgt zu haben. Gegen beide erging am Freitagabend Haftbefehl.

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