Ärzte Zeitung online, 12.09.2011

Greenpeace: Gorleben aufs Abstellgleis

BERLIN (dpa). Die Umweltorganisation Greenpeace hat den Vorschlag für eine bundesweite Prüfung von bis zu fünf neuen Standorten für ein mögliches Atommüll-Endlager begrüßt.

"Die gesamte Vorauswahl von Gorleben zur sogenannten Erkundung beruht auf fachlich gröbsten Fehlentscheidungen", sagte Greenpeace-Atomexperte Tobias Münchmeyer am Sonntag in Berlin. Deshalb müsse der Salzstock in Gorleben bei einer neuen Endlagersuche ausscheiden.

"Wenn die Bundesregierung wirklich einen Neuanfang will und ein Stück Glaubwürdigkeit in der Endlagerfrage zurückgewinnen will, muss sie im ersten Schritt den als Erkundung getarnten Ausbau von Gorleben abbrechen und den für November angekündigten Castor-Transport nach Gorleben absagen", forderte Münchmeyer.

Jeder weitere Castor in das dortige Zwischenlager zementiere Gorleben als Endlager-Standort.

Der Vorsitzende der Entsorgungskommission, Michael Sailer hatte sich dafür ausgesprochen, sich bis spätestens 2015 auf vier bis fünf weitere mögliche Standorte festzulegen.

Diese sollten dann mit dem bisher einzigen erkundeten Standort im niedersächsischen Gorleben verglichen werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Diabetikern wird der HbA1c-Wert nicht oft genug kontrolliert

Eigentlich sollten Ärzte mindestens zweimal im Jahr den HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern bestimmen. Bei jedem vierten Patienten messen sie ihn aber nur einmal oder gar nicht. mehr »

Weg frei für GroKo-Gespräche und Nachverhandlungen

Es war eine Zitterpartie: Weniger als 60 Prozent der SPD-Delegierten auf dem Parteitag stimmten Gesprächen zur Bildung einer große Koalition zu. Nun soll weiterverhandelt werden – auch in Sachen Gesundheit. mehr »

Beunruhigend hohe Zahlen in der Altenpflege

Altenpflegekräfte fehlen fast doppelt so oft wegen psychischer Erkrankungen wie andere Beschäftigte, heißt es im länderübergreifenden Gesundheitsbericht für Berlin und Brandenburg. mehr »