Ärzte Zeitung online, 13.09.2011

Die meisten Scheidungen reichen Frauen ein

WIESBADEN (dpa). In Deutschland werden die meisten Scheidungen von der Frau eingereicht, nicht vom Ehemann. In mehr als jedem zweiten Fall (53 Prozent) ging die Entscheidung im vergangenen Jahr von der Frau aus, lediglich 39 Prozent der Anträge reichte der Mann ein, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit.

Viele der 2010 eingereichten rund 187 000 Scheidungen gingen allerdings auch auf gemeinsame Anträge zurück. Nach Angaben des Bundesamtes wurden 11 von 1000 bestehenden Ehen in Deutschland geschieden. "Da hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum etwas verändert", sagte Statistiker Martin Conrad.

Nach wie vor halten Ehen mehr als 14 Jahre, bevor sie endgültig in die Brüche gehen: Nach der Statistik für das Jahr 2010 wurden Paare im Durchschnitt nach 14 Jahren und 2 Monaten vom Scheidungsrichter getrennt (2009: etwa 14 Jahre und 4 Monate).

Im Jahr 1992 waren die Ehepartner weniger geduldig: Damals kam die offizielle Trennung nach 11 Jahren und 6 Monaten. "2010 setzte sich somit der Trend der vergangenen Jahre zu einer längeren Ehedauer bis zur Scheidung weiter fort", teilte das Bundesamt mit.

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden

Topics
Schlagworte
Panorama (33373)
Recht (13016)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wie das Ebola-Virus das Immunsystem austrickst

Das Ebola-Virus hat einen molekularen Trick entwickelt, mit dem es das Immunsystem ablenkt. Ganz hilflos ist das Immunsystem allerdings nicht – dank einer Gegenmaßnahme. mehr »

Medizin unterm Hakenkreuz

Die zweite Staffel der erfolgreichen Klinikserie erzählt die letzten Jahre des Zweiten Weltkriegs an Deutschlands berühmtester Klinik – und die Abgründe der Medizin in der Nazizeit. mehr »

Erhitztes, rauchfreies Tokio?

Olympia 2020 in Tokio steht unter einem schlechten Stern: Die Hitzewelle 2018 rückt die Gesundheitsgefährdung für Athleten wie Zuschauer in den Fokus. Die Megalopole soll zudem zum rauchfreien Gastgeber werden. mehr »