Ärzte Zeitung online, 17.09.2011

Richter: Kondome aus China für Südafrika zu klein

PRETORIA (dpa). Chinesische Kondome sind für Südafrikaner zu klein - das meint zumindest das Höchste Gericht des afrikanischen Landes.

Die Richter in der Hauptstadt Pretoria untersagten der Regierung den Ankauf von elf Millionen Kondomen aus China, berichte die südafrikanische Zeitung "Beeld" am Freitag.

Die Verhütungsmittel bestünden zudem aus mangelhaftem Material und seien nicht von der Weltgesundheitsbehörde oder anderen internationalen Institutionen zugelassen.

Der Zeitung zufolge hatte das Finanzministerium in Pretoria nach einer Ausschreibung den Auftrag an eine Firma vergeben, die die Präservative in China herstellt.

Diese sind aber laut Gerichts 20 Prozent kleiner als die in Südafrika üblicherweise verkauften Verhütungsmittel.

In Südafrika hat eine der welthöchsten HIV-Infektionsraten. In dem Land wurde Aids lange verharmlost. Inzwischen kämpfen aber Regierung und Behörden gegen die Ausbreitung der Krankheit.

Neben Aufklärungskampagnen zählt dazu die kostenlose Kondomverteilung. Von 2005 bis 2010 sank die Zahl jährlicher Aids-Toten von 257.000 auf 194.000. Die Zahl der Neu-Infektionen ging um 25 Prozent zurück.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Diabetikern wird der HbA1c-Wert nicht oft genug kontrolliert

Eigentlich sollten Ärzte mindestens zweimal im Jahr den HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern bestimmen. Bei jedem vierten Patienten messen sie ihn aber nur einmal oder gar nicht. mehr »

Weg frei für GroKo-Gespräche und Nachverhandlungen

Es war eine Zitterpartie: Weniger als 60 Prozent der SPD-Delegierten auf dem Parteitag stimmten Gesprächen zur Bildung einer große Koalition zu. Nun soll weiterverhandelt werden – auch in Sachen Gesundheit. mehr »

Beunruhigend hohe Zahlen in der Altenpflege

Altenpflegekräfte fehlen fast doppelt so oft wegen psychischer Erkrankungen wie andere Beschäftigte, heißt es im länderübergreifenden Gesundheitsbericht für Berlin und Brandenburg. mehr »